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Brexit-Folge Europäische Arzneimittelagentur zieht von London nach Amsterdam

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Entscheidung des Rats der Europäischen Union ist gefallen: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) zieht von London nach Amsterdam um. Der Umzug soll möglichst 2018, spätestens Anfang 2019 erfolgen. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (Vfa) begrüßt die Entscheidung.

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Die EMA sorgt für die Einhaltung der Qualitätsstandards bei der Arzneimittel-Herstellung, -Erprobung und -sicherheit
Die EMA sorgt für die Einhaltung der Qualitätsstandards bei der Arzneimittel-Herstellung, -Erprobung und -sicherheit
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Berlin – Die Handlungsfähigkeit der EMA ist aus Sicht der Vfa von großer Bedeutung. „Diese muss deshalb vor, während und nach dem Umzug gewährleistet sein. Damit können sich nun die EMA selbst und alle, die mit ihr zu tun haben, auf den Umzug und den neuen Standort konzentrieren. Im Sinne der Kontinuität hoffen wir, dass die EMA möglichst viele ihrer Mitarbeiter bewegen kann, mit umzuziehen“, sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Vfa, der die Interessen von 43 weltweit führenden Pharma-Herstellern vertritt.

Der Umzug ist nur eines von mehreren Gesundheitsthemen im Kontext des Brexit. „Die Verfügbarkeit zugelassener und die Zulassung neuer Medikamente hat direkte Konsequenzen darauf, welche Chancen auf Genesung oder Linderung Patienten haben. Das muss in den Brexit-Verhandlungen frühzeitig und gebührend berücksichtigt werden. Übergangslösungen und langfristige Kooperationsvereinbarungen könnten sicherstellen, dass unabhängig von den Verhandlungen über andere Rechtsfragen der Zugang von Patienten zu oft überlebenswichtigen Therapien in der EU ebenso wie in UK nicht beeinträchtigt wird“, so Fischer.

Eine Konsequenz der britischen Brexit-Entscheidung von 2016 ist, dass die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) ihren bisherigen Standort London verlassen muss. Der Entscheidung für Amsterdam ging eine Evaluation von 19 Standort-Bewerbungen aus der ganzen EU voraus.Die EMA spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheitsversorgung in der EU und in assoziierten Staaten wie Island und Norwegen. So führt die EMA für fast alle neuen Medikamente die Zulassungsverfahren durch. Zulassungsanträge bei nationalen Arzneimittelbehörden gibt es kaum noch. Stets prüft die EMA im Detail die Wirksamkeit, Verträglichkeit und technische Qualität des Medikaments. Die EMA organisiert auch die EU-weite Sicherheitsüberwachung von Medikamenten.

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