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Marktstudie Europäische Chemieindustrie fürchtet weitere konjunkturelle Schwankungen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die anhaltenden Konjunkturschwankungen, die auf die Finanz- und Wirtschaftskrise folgten, empfindet die europäische Chemieindustrie mehrheitlich als besorgniserregend. Das geht aus einer europaweiten Befragung unter rund 150 Führungskräften aus Chemie- und Kundenindustrien hervor.

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A.T. Kearney veröffentlicht eine Marktstudie zum Umgang der europäischen Chemieindustrie mit konjunkturellen Schwankungen: Die Sorge vor Volatilität bleibt.
A.T. Kearney veröffentlicht eine Marktstudie zum Umgang der europäischen Chemieindustrie mit konjunkturellen Schwankungen: Die Sorge vor Volatilität bleibt.
(Bild: BASF)

Düsseldorf – Die Umfrage zu Konjunkturschwankungen und der Chemieindustrie hat A.T. Kearney gemeinsam mit Chemanager Europe und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Jahr 2012 durchgeführt.

Erst Finanz-, dann Wirtschafts- und nun schon eine lange andauernde Schuldenkrise verdeutlichen, was viele makroökonomische Indikatoren auch statistisch nachweisen: Die Volatilität hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Vor diesem Hintergrund hat die Unternehmensberatung A.T. Kearney europaweit rund 150 Führungskräften aus Chemie- und Kundenunternehmen zum Thema Konjunktur und Volatilität befragt.

Volatilität als neue Realität erkannt

Dr. Joachim von Hoyningen-Huene, Principal in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney, erläutert: „Die europäische Chemieindustrie hat das volatile Marktumfeld längst als neue Realität für sich erkannt. Allerdings können konjunkturelle Schwankungen noch systematischer und effizienter adressiert werden – und zwar von der Strategie über die Beschaffung bis hin zum Sales and Operations Planning-Prozess.“

Rund die Hälfte der befragten Chemieunternehmen (47 Prozent) erachtet die Chancen und Risiken einer erhöhten Volatilität für ausgewogen. Für mehr als jedes Dritte Unternehmen jedoch, überwiegen die Risiken, für weniger als jedes fünfte die Chancen.

Die Hälfte der befragten Unternehmen arbeitet bereits an strategischen Hebeln, um das Management von Volatilität zu verbessern. Zu diesen Hebeln zählen eine höhere Agilität in der strategischen Planung, der verstärkte Einsatz von Szenariotechniken und die systematische Überwachung von Indikatoren. Allerdings hat nur jedes vierte Unternehmen seine Vertragsgestaltung angepasst und nur jedes fünfte setzt Cockpits mit Frühwarnindikatoren ein.

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