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Marktstudie

Europäische Chemieindustrie fürchtet weitere konjunkturelle Schwankungen

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Für 66 Prozent der Befragten ist der Veränderungsbedarf bei den strategischen Hebeln am größten – allerdings auch am schwierigsten, da diese das Geschäftsmodel funktionsübergreifend verändern, um die Agilität des Unternehmens zu steigern. Die geringste Bedeutung indes spielt für jedes zweite Unternehmen der Bereich Beschaffung.

Erfolgsfaktor Monitoring hilft der Chemieindustrie

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat gezeigt: Die Kunden- und Wettbewerbsstrukturen in den zunehmend miteinander verbundenen regionalen Märkten sind ständiger Veränderung ausgesetzt und müssen intensiver denn je beobachtet werden.

Die Häufigkeit und Intensität von Auf- und Abschwüngen hat zugenommen. Sie sind ein weltweites Phänomen und müssen von Unternehmen systematisch beobachtet werden, wollen diese weiterhin erfolgreich am Markt bestehen.

Von Hoyningen-Huene erklärt: „Volatilität ist Chance und Risiko zugleich: Es geht für Chemieunternehmen darum, Risiken eines Abschwungs zu entschärfen und auch darum, die Chancen aus einem Aufschwung frühzeitig zu erkennen und zu nutzen.“

Ein entscheidender Faktor, um von konjunkturellen Schwankungen zu profitieren, ist systematisches Monitoring. Dazu gehört auch der Einsatz von Cockpits mit Frühwarnindikatoren, die zunehmend von den Unternehmen der Industrie genutzt wurden.

Tobias Fehre, Principal in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney und Co-Autor der Studie ergänzt: „Die letzten fünf Jahre waren für die gesamte Weltwirtschaft eine konjunkturelle Achterbahnfahrt. Sie hat keine Branche verschont, am wenigsten die Chemieindustrie. Vor allem diejenigen Unternehmen, die den Blick fest nach vorn gerichtet und aufkommende Berg- und Talfahrten frühzeitig erkannt haben, haben die Fahrt erfolgreich gemeistert. Dies wird in Zukunft immer wichtiger, denn es deutet alles darauf hin, dass die Fahrt noch nicht zu Ende ist. Am besten aufgestellt sind die Unternehmen, die die Frühwarnindikatoren mit ihren betrieblichen Abläufen auf allen Ebenen verknüpfen. So können sie bei Auf- und Abschwünge agiler handeln.“

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