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"Leading Innovation"-Initiative

Evonik startet Innovationsoffensive

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Innovationsfeld Biotechnologie

Als eine wichtige Technologieplattform sowie ein Innovationsfeld mit deutlichem Potential sieht Evonik die Biotechnologie. Vorstandsmitglied Patrick Wohlhauser betont: "Biotechnologie leistet einen deutlichen Beitrag insbesondere zum Megatrend Gesundheit und Ernährung. Bis 2020 wollen wir mit biotechnologisch hergestellten Produkten allein im Geschäftsbereich Health & Nutrition eine Milliarde Euro umsetzen."

Mengenmäßig größtes biotechnologisch hergestelltes Produkt des Unternehmens ist die Futtermittelaminosäure Biolys (L-Lysin-Quelle). Die Erweiterung der bestehenden Kapazitäten für Biolys im nordamerikanischen Blair auf 280.000 Tonnen Kapazität pro Jahr wurde abgeschlossen. Außerdem will Evonik in Brasilien und Russland neue Anlagen zur biotechnologischen Herstellung errichten. Die Kapazitäten werden sich mit den beiden Anlagen um fast 200.000 Tonnen pro Jahr erhöhen. Das gesamte Investitionsvolumen für die Projekte in den USA, Brasilien und Russland umfasst rund 350 Millionen Euro. Neben Biolys stellt der Konzern auch die Futtermittelaminosäuren Threamino (L-Threonin) und Trypamino (L-Tryptophan) biotechnologisch her.

Hochleistungskunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Mit einer völlig neuen Technologie, der zweiphasigen Fermentation, gelingt es Evonik, eine Vorstufe des Hochleistungskunststoffes Polyamid 12 aus Palmkernöl herzustellen. Anfang 2013 ging in Slovenska Lupca (Slowakei) eine Pilotanlage zur Herstellung von ω-Amino-Laurinsäure (ALS) in Betrieb. Langfristig kann das neue Verfahren die erdölbasierte Produktion von Polyamid 12 ergänzen.

Spezialchemie aus Abgasströmen

Da sich die Verfügbarkeit von Ressourcen ändert, will Evonik unabhängiger von fossilen und einzelnen nachwachsenden Rohstoffen werden. Dazu forschen die Wissenschaftler des Spezialchemieunternehmens an der dritten Generation der Biotechnologie. Diese kann statt Zucker oder Pflanzenresten auch Abfallstoffe diversen Ursprungs als Rohstoff nutzen. In den Laboren der strategischen Innovationseinheit Creavis ist es erstmals gelungen, 2-Hydroxy-Isobuttersäure, kurz 2-HIBS, biotechnologisch aus Synthesegas zu erzeugen. 2-HIBS ist eine Vorstufe für den Kunststoff Plexiglas; Synthesegas lässt sich beispielsweise aus Abgasströmen gewinnen.

Die Entwicklung der fermentativen Herstellung der Polyamidvorstufe ω-Amino-Laurinsäure (ALS) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Forschungsarbeiten zum Thema Synthesegas werden teilweise durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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