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Ausbildung und Start-up-Haus in Afrika Evonik unterstützt Qualifizierung von Geflüchteten mit Millionenbetrag

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik geht beim Engagement für Geflüchtete weiter voran. Auch in die Bekämpfung von Fluchtursachen investiert das Unternehmen zusammen mit der Westerwelle Foundation in Afrika. Insgesamt will die Geschäftsführung drei Millionen Euro in den nächsten drei Jahren zur Verfügung stellen.

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Evonik wird für drei Jahre insgesamt 40 zusätzliche Plätze pro Jahr für das Programm „Start in den Beruf“ anbieten, davon 20 speziell für Flüchtlinge. Insgesamt werden damit 120 zusätzliche Plätze geschaffen.
Evonik wird für drei Jahre insgesamt 40 zusätzliche Plätze pro Jahr für das Programm „Start in den Beruf“ anbieten, davon 20 speziell für Flüchtlinge. Insgesamt werden damit 120 zusätzliche Plätze geschaffen.
(Bild: Evonik)

Essen – Evonik erweitert seine Hilfe und Unterstützung für Geflüchtete. An seinen Standorten in Marl und Hanau schafft das Unternehmen erneut zusätzliche Plätze bei „Start in den Beruf“. Das Programm, das von den Sozialpartnern der chemischen Industrie ins Leben gerufen wurde, richtet sich an Jugendliche, die als noch nicht ausbildungsreif gelten. Evonik wird für drei Jahre insgesamt 40 zusätzliche Plätze pro Jahr anbieten, davon 20 speziell für Geflüchtete. Insgesamt werden damit 120 zusätzliche Plätze geschaffen.

Zudem setzt sich Evonik mit der Evonik Stiftung erstmals aktiv für die präventive Bekämpfung von Fluchtursachen und die Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven für junge Menschen in Afrika ein. In Kooperation mit der Westerwelle Foundation entsteht in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein Gründerzentrum. Zum Angebot des „Westerwelle Startup Haus powered by Evonik Stiftung“ gehören weitere 20 Plätze für Absolventen einer Berufsausbildung.

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„Die Integration von Flüchtlingen in das Arbeitsleben ist eine langfristige Aufgabe. Deshalb bauen wir unser Engagement in Deutschland deutlich aus“, sagt Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes von Evonik. „Als weltweit aktives Unternehmen denken wir aber global. Aus diesem Grund sehen wir uns in der Verantwortung, auch einen Beitrag zur präventiven Bekämpfung der Ursachen von Flucht und Vertreibung zu leisten.“ Zur Finanzierung des Engagements in Deutschland und Ruanda stellt der Chemiekonzern in den nächsten drei Jahren insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung.

Teilnehmerzahl bei „Start in den Beruf“ erweitert

„Ein gelungener Einstieg ins Berufsleben ist einer der besten Wege, in Deutschland Fuß zu fassen und ein selbst bestimmtes Leben führen zu können“, sagt Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik. „Wir sind überzeugt: Dieses Engagement für Bildung zahlt sich aus.“

Bei „Start in den Beruf“ lernen die Teilnehmer über mehrere Monate vor allem naturwissenschaftlich-technische Berufe kennen und können eigene praktische Erfahrungen sammeln. Außerdem werden alle Teilnehmer fachlich und sozialpädagogisch intensiv betreut. Für Geflüchtete hat Evonik das mehrmonatige Programm angepasst und zusätzlichen Deutschunterricht eingeführt.

Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete absolvieren die Maßnahme gemeinsam in gemischten Gruppen. Jedes Jahr schließen etwa 80 % der Teilnehmer das Programm „Start in den Beruf“ erfolgreich ab. Etwa, indem sie eine Ausbildung beginnen oder sich für einen weiteren Schulbesuch entscheiden. Evonik hatte im Durchgang 2015/16 erstmals zusätzliche Plätze für Geflüchtete bei „Start in den Beruf“ zur Verfügung gestellt, die von verschiedenen Partnern finanziert wurden.

Start-up-Projekt in Ruanda

Die Evonik Stiftung möchte nicht nur in Deutschland sondern auch in Afrika mehr zur Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven für junge Menschen beitragen. Das Erfolgsmodell der Berufsausbildung soll hierbei ebenfalls für 20 Teilnehmer in Afrika genutzt werden. Dazu hat die Stiftung die Westerwelle Foundation als Partner gewonnen. Gemeinsam errichten die Stiftungen in Ruanda, einem der ärmsten Länder der Welt, ein neues Existenzgründerzentrum.

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„Wir unterstützen im Gründerzentrum junge Menschen auf ihrem Weg, einen Betrieb aufzubauen, um ihnen, ihren Familien und künftigen Beschäftigten eine Perspektive in ihrer Heimat zu geben. Wir sind davon überzeugt, dass ein starker Mittelstand eine Gesellschaft stabilisiert und Demokratie fördert“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Westerwelle Foundation, Michael Mronz.

Das Projekt ist konzipiert als zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer und Startups in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Zusätzlich sollen in dem Haus jährlich 20 Plätze als spezielles Angebot für Absolventen einer Berufsausbildung entstehen.

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