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Gefahrstoffe am Arbeitsplatz

Fachleute diskutierten Entwicklungen bei Probenahme und Analytik

| Redakteur: Doris Popp

Das 3. Symposium „Gefahrstoffe am Arbeitsplatz“ wurde u.a. von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) ausgerichtet.
Das 3. Symposium „Gefahrstoffe am Arbeitsplatz“ wurde u.a. von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) ausgerichtet. (Logo: BG RCI)

Ohne Messungen am Arbeitsplatz lassen sich die Risiken im Umgang mit Gefahrstoffen nicht verringern. Entsprechend standen geeignete Messverfahren und Messstrategien sowie die Güte von Verfahren, die auf Modellen beruhen, im Mittelpunkt des dritten Symposiums „Gefahrstoffe am Arbeitsplatz“, das am 25. und 26. September 2012 in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stattfand.

Dortmund - Fast 200 Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum informierten sich über aktuelle Entwicklungen bei Probenahme, Analytik und Beurteilung. Eingeladen hatten die Arbeitsgemeinschaft Analytik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unter Federführung der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), der Arbeitskreis „Luftanalysen“ der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die BAuA. Das Fachpublikum bestand aus Vertretern von Messstellen und analytischen Laboratorien, Fachkräften für Arbeitssicherheit sowie Aufsichtspersonen der Länder und Berufsgenossenschaften.

Das Symposium griff praktische Aspekte der Messung von Gefahrstoffen und der Qualitätssicherung auf. Zudem wurden konkrete Beispiele und Probleme der Gefahrstoffmessung und deren Beurteilung diskutiert. Wenn Messungen am Arbeitsplatz vorgenommen werden, dann müssen sie valide (gültig) sein.

Das Symposium zeigte Fehlermöglichkeiten auf und beschäftigte sich mit der Validierung von Analyseverfahren. Dabei kamen auch die Messung von Partikel-Dampf-Gemischen wie sie beispielsweise beim Lackieren entstehen und die Bewertung von Kohlenwasserstoffgemischen zur Sprache. Weitere Vorträge befassten sich mit den Problemen bei der Umsetzung des neuen Staubgrenzwertes und der Erfassung von Hautbelastungen durch Teeröl bei der Imprägnierung von Bahnschwellen.

Mittlerweile gibt es Verfahren, die Gefährdungen ohne Messtechnik ermitteln, wie beispielsweise das von der BAuA entwickelte einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG). Durch Messungen am Arbeitsplatz lassen sich sowohl die Güte dieser Verfahren als auch die Wirksamkeit der auf ihnen beruhenden Maßnahmen beurteilen. Verschiedene Vorträge stellten die praxisnahen Verfahren vor.

„Ohne Messungen am Arbeitsplatz geht es nicht“, bilanziert Dr. Ralph Hebisch, BAuA, das Symposium. „Die verschiedenen Vorträge verdeutlichten, dass die Wahl der verwendeten Messverfahren und Messstrategien von maßgeblicher Bedeutung sind, um den Schutz der Beschäftigten vor Gefahrstoffen zu verbessern. Zudem tragen Messung und Analytik entscheidend dazu bei, dass praxisnahe Verfahren entwickelt werden können, die sich sicher ohne Arbeitsplatzmessungen anwenden lassen.“

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