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Waldner-Fachsymposium 2012 Fachsymposium erörtert Möglichkeiten des alternativen Laborbaus

Autor / Redakteur: Ilka Ottleben* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Die Forschungslandschaft ist dabei sich grundlegend zu wandeln: Immer kürzere Bearbeitungszeiten für Projekte, hohe Interdisziplinarität, häufige Veränderungen der inhaltlichen Ausrichtung und personellen Zusammensetzung von Teams stellen dabei auch den Laborbau vor große Herausforderungen.

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Abb. 1: Rund 170 Teilnehmer diskutierten beim Waldner-Fachsymposium über aktuelle Trends des alternativen Laborbaus.
Abb. 1: Rund 170 Teilnehmer diskutierten beim Waldner-Fachsymposium über aktuelle Trends des alternativen Laborbaus.
(Bild: Waldner Laboreinrichtungen)

Der Chemiker Dr. Dimitrios Mihalios vom Lehrstuhl für Anorganische Chemie der TU München brachte es auf den Punkt: „Die Laborlandschaft von heute ist sozusagen ein „Übergangszustand“ – im Labor der Zukunft arbeiten keine Arbeitsgruppen mehr alleine, sondern es werden dort projektbezogene Teams arbeiten.“ Außerdem ergänzt er: „Das Labor der Zukunft wird zudem viel mehr auf Funktionalität ausgerichtet sein.“

Alternativer Laborbau – Vision oder Illusion – unter diesem Motto fand am 18. und 19. Oktober 2012 in Isny im Allgäu das jährliche Fachsymposium des Laboreinrichters Waldner statt. 170 Teilnehmer aus sechs Ländern diskutierten an zwei Tagen vor malerischem Alpenpanorama aktuelle Entwicklungen und Trends des Alternativen Laborbaus. Was sind die heutigen Bedürfnisse der Labormitarbeiter? Was hat sich bereits, was wird sich in Zukunft noch verändern? Wie kann und sollte dem aus Sicht der Gebäude-, Raum-und Laborplanung begegnet werden? Das Fachsymposium bot Planern wie Anwendern ein Diskussionsforum: Von den rund 170 Teilnehmern kamen 45% aus den Bereichen Planung, Architektur und Facility Management, 35% aus der Forschung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie und 15% aus Universitäten, Instituten und Behörden.

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Planer und Anwender im Austausch

Wie das „Labor der Zukunft“ aus Sicht eines Wissenschaftlers aussieht bzw. was dieser von einer alternativen Arbeitsumgebung erwartet, erläuterte eingangs zitierter Dimitrios Mihalios in seinem Vortrag und konstatierte zudem: „Der Wissenschaftler will seine Infrastruktur haben und diese Infrastruktur muss abgebildet werden – nicht mehr und nicht weniger.“ Wie sich diese nur vordergründig einfache Anforderung jedoch in Zeiten sich schnell wandelnder Forschungsaufgaben, hoher Interdisziplinarität und hohem Wettbewerb von Forschungsstandorten untereinander umsetzen lässt, war zentrales Thema des Symposiums. Wie lassen sich also Arbeitsumgebungen schnell räumlich umgestalten und wie kann schnell auf wechselnde Anforderungen beispielsweise an das Raumklima und wechselnde Größen von Forschungsgruppen reagiert werden?

Nicht zuletzt dreht es sich auch im Labor mit zunehmendem Konkurrenzdruck auch darum, talentierte Forscher durch attraktive Arbeitsplätze anzuziehen und zu binden. Moderne Arbeitsplätze erfordern neue Raum- und Arbeitsplatzkonzepte, die den Menschen mehr in den Mittelpunkt rücken, Kommunikation, interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch und Kreativität fördern und darüber hinaus auch neuen Möglichkeiten des „mobilen Arbeitens“ begegnen.

* Dr. I. Ottleben: Redaktion LABORPRAXIS, E-Mail ilka.ottleben@vogel.de

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