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Filterpapier Filterpapiere verbessern chemische Analytik

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

In der chemischen Analytik sind nicht nur moderne Analyseninstrumente von entscheidender Bedeutung. Häufig sind es die so genannten Verbrauchsmaterialien wie Filterpapiere, die eine wichtige Rolle beim Gelingen einer Analyse spielen.

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Abb. 1: Das Papierlager bei Hahnemühle Fineart in Dassel.
Abb. 1: Das Papierlager bei Hahnemühle Fineart in Dassel.
( Bild: Hahnemühle Fineart )

Seit mehr als 425 Jahren stellt die Firma Hahnemühle im niedersächsichen Dassel Spezialpapiere her. Neben Papieren für traditionelle und digitale Kunst werden auch Spezialpapiere für verschiedene industrielle Anwendungen gefertigt. In der chemischen Analytik ist das Unternehmen vor allem für sein Filterpapier-Sortiment bekannt.

Die Herstellung der Papiere erfolgt ausschließlich am Hauptsitz in Dassel. Durch die Anordnung von Produktion und Ausrüstung an einem Standort werden interne Wege kurz gehalten. So können individuelle Kundenwünsche wie beispielsweise spezielle Zuschnitte, Rundscheiben oder Bogenformate schnell ermöglicht werden. Auch kleinere Abnahmemengen als allgemein üblich sind lieferbar.

Das große Filtrierpapier-Sortiment der Marke Albet LabScience ist das Ergebnis jahrelanger, intensiver Zusammenarbeit von Papiertechnologen mit Anwendern aus der Praxis. Mit Standorten in Frankreich, Großbritannien und Spanien sowie Vertriebspartnern in China und den USA ist Hahnemühle weltweit direkt vor Ort. Dies ermögliche den Aufbau vertrauensvoller und persönlicher Kundenbeziehungen, heißt es vom Unternehmen.

Analytische Filter mit hoher Reinheit

Zum Produktportfolio gehören Papiere für die analytische Filtration sowie technische Papiere für die produzierende Industrie – beispielsweise zur Getränkefiltration oder für galvanische Bäder. Für diese technischen Papiere wird ausschließlich hochreine Zellulose eingesetzt. Für die klassischen Filtrierpapiere im Laborbereich bietet Hahnemühle Filter aus Baumwoll-Linters, Zellulose, Glas-und Quarzfaser an. Aufgrund der extrem hohen und konstanten Reinheit liefern die Produkte in den anspruchsvollen Analyseverfahren stets zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse. Standardisierte und individuelle Testmethoden garantieren zudem ein hohes Maß an Kontrolle sowie die Einhaltung von Spezifikationen.

Die Chargenrückverfolgung vom Endprodukt bis zu den einzelnen Rohstoffen ist gewährleistet. Für die verschiedensten Anwendungen stehen glatte, gekreppte oder gekörnte Oberflächen zur Verfügung, das Gewicht reicht von 60 g/m² bis 800 g/m². Zusätzliche Eigenschaften wie Farbigkeit oder Zusatzstoffe im Papier erlauben spezielle Anwendungen.

Daneben setzt sich Hahnemühle FineArt für eine umweltverträgliche Papierproduktion ein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Einsatz schnell nachwachsender Rohstoffe. So können zum Beispiel durch die Verwendung von Bambusfasern wertvolle Ressourcen geschont werden. Für diese Neuentwicklung ist Hahnemühle im Januar 2010 mit dem Innovationspreis „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden.

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