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Spurensuche in Ei und Huhn

Fipronil effizient und sicher per GC/MS oder LC/MS bestimmen

| Autor / Redakteur: Mariia Matkovskaia et al.* / Dr. Ilka Ottleben

Die Arbeit des Autosamplers

Zunächst entnimmt der MPS 7 mL Probenlösung und gibt sie auf die erste SPE-Kartusche (Mix I). Der Extrakt wird in einem leeren Vial aufgefangen und zwischengelagert, die Kartusche wird verworfen. Sodann entnimmt der MPS 3,5 mL Extrakt und dosiert sie auf eine zweite SPE-Kartusche (Mix III). Der von Matrix befreite Extrakt wird in einem 10-mL-Vial aufgefangen, der MPS überführt ein Aliquot in ein 2-mL-Vial, das in der angeschlossenen Eindampfstation (mVAP) bis zur Trockene eingedampft wird. Für die Rekonstitution des Rückstands wählt der MPS in Abhängigkeit von der nachfolgenden Analyse das geeignete Laufmittel: Hexan, sofern es sich um eine GC-Messung handelt, oder ein Acetonitril-Wasser-Gemisch, kommt die HPLC zur Anwendung. Für beide Messungen lassen sich Proben auch simultan vorbereiten.

Für die Vermessung der dotierten Proben mit der HPLC-MS/MS kam ein Agilent-6470-Triple-Quadrupol-Massensepektrometer zum Einsatz. Die Trennung der Analyten erfolgte auf einer RP-Säule der Marke Bluebird (100 x 2 mm) von Macherey-Nagel. Für die Fipronil-Analytik zeichnete sich diese Phase insbesondere durch ihre sehr gute Stabilität sowie durch bemerkenswert schmale Peaks aus. Für die gewählte Variante wies Fipronil eine theoretische Bodenzahl von 120 000 auf. Die Elution erfolgte mit einem Eluentengradienten bestehend aus Acetonitril und Wasser. Das verwendete Massenspektrometer benötigt im Gegensatz zu anderen Systemen keine Pufferung des Eluentengemisches. Für die GC-MS/MS-Analytik wurde ein Agilent-7010-Triple-Quadrupol-Massenspektrometer eingesetzt. Als stationäre Phase diente eine Optima 5-MS (60 m x 0,25 mm x 0,25 µm) von Macherey-Nagel.

Prüfung der Praxistauglichkeit

Um die Verlässlichkeit der Methode zu testen, wurden unbelasteten Eiproben drei verschiedene Mengen an Fipronil zugesetzt und diese Proben mehrmals manuell sowie automatisiert aufgereinigt. Daraus wurden die Wiederfindungen sowie Standardabweichungen bestimmt. Aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zum Fipronil wurde als interner Standard Metazachlor-d6 verwendet: Jeder Probe wurden 50 µg/kg Metazachlor-d6 zugesetzt. Die zugesetzten Mengen an Fipronil lagen bei 10, 100 und 1000 µg/kg.

Sowohl die manuelle als auch die automatisierte Probenvorbereitung ergaben sehr gute Wiederfindungen. Bei der automatisierten Aufreinigung lagen sie zwischen 101 und 103%, ohne dass eine Korrektur durch den internen Standard notwendig war. Für die manuelle Aufreinigung lagen die Wiederfindungen zwischen 92 und 100%; auch hier brauchte keine Korrektur durch den internen Standard vorgenommen werden. Die Betrachtung der Standardabweichung ergab in puncto Wiederholbarkeit einen leichten Vorteil der automatisierten Probenvorbereitung gegenüber der manuellen Aufreinigung. Ohne weitere Schritte (Aufkonzentrieren) erreichen beide Verfahren Bestimmungsgrenzen unter 1 µg/kg. Durch Aufkonzentrierung (was auf dem Gerstel-MPS-System automatisch integriert werden kann) ist eine noch größere Empfindlichkeit der Methode realisierbar. Dies kann vor allem zur Beurteilung verarbeiteter Produkte, die Ei enthalten, von Bedeutung sein.

Der Vergleich zwischen der HPLC-MS/MS- und der GC-MS/MS-Methode zeigte, dass beide Verfahren gleichermaßen geeignet sind zur empfindlichen Detektion von Fipronil-Rückständen in den Matrices Ei und Hühnerfleisch; Bestimmungsgrenze wie auch Wiederholbarkeit waren bei der HPLC-MS/MS- etwas besser als bei der GC-MS/MS-Methode. Das gaschromtographische Verfahren erforderte zudem die Verwendung eines internen Standards zur Berechnung der Gehalte.

Ergänzendes zum Thema
 
LP-Tipp– zu Fipronil

Literatur:

[1] Michelangelo Anastassiades, Steven J. Lehotay, Darinka Stajnbaher, Frank J. Schenk, Fast Easy Multiresidue Method Employing Acetonitrile Extraction/Partitioning, „Dispersive Solid-Phase Extraction“ for the Determination of Pesticide Residues in Produce, Journal of AOAC International 86 (2003) 412-431

* M. Matkovskaia, I. Karrenbrock, F. Chmelka und N. Helle: TeLA GmbH, 27624 Geestland

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