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Bakterien-Batterie Fisher Scientific unterstützt Forschung an mikrobieller Brennstoffzelle

| Redakteur: Doris Popp

Das Forschungsteam der Universität Bielefeld hat bei der „International Genetically Engineered Machine competition“ (iGEM) am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston mit ihrer Entwicklung einer mikrobiellen Brennstoffzelle den zweiten Platz belegt. Unterstützt wurde das Team vom Laborvollausrüster Fisher Scientific.

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Studenten der Uni Bielefeld haben eine mikrobielle Brennstoffzelle entwickelt. Dabei wurde das Bakterium Escherichia coli zur Energieerzeugung aus organischen Substraten genutzt.
Studenten der Uni Bielefeld haben eine mikrobielle Brennstoffzelle entwickelt. Dabei wurde das Bakterium Escherichia coli zur Energieerzeugung aus organischen Substraten genutzt.
(Bild: Uni Bielefeld)

Schwerte, Köln – Die „International Genetically Engineered Machine competition“ (iGEM) ist der wichtigste, internationale Wettbewerb für synthetische Biologie. Ein Team aus zehn Studenten der Studiengänge molekulare Biotechnologie und Genom-basierter Systembiologie der Universität Bielefeld hat bei dem nicht kommerziellen Wettbewerb für Studierende aus aller Welt im November 2013 den zweiten Platz erreicht.

Im Mittelpunkt der Bielefelder Forschungsgruppe stand das Projekt „Ecolectricity – currently available“, bei dem die Studenten eine mikrobielle Brennstoffzelle entwickelten. Dabei wurde das Bakterium Escherichia coli zur Energieerzeugung aus organischen Substraten genutzt. Das Projekt umfasst sowohl die Konstruktion einer geeigneten Brennstoffzelle als auch die genetische Optimierung des Bakterienstammes. Um den Elektronentransport zwischen Bakterien und Anode zu verbessern, arbeitete das Team an verschiedenen gentechnischen Ansätzen wie beispielsweise der heterologen Expression von Mediatoren, die als Elektronenshuttle dienten.

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„Mit diesem Ergebnis haben wir überhaupt nicht gerechnet. Ohne die finanzielle Unterstützung unserer Sponsoren wäre dieser Erfolg niemals möglich gewesen“, sagt Lukas Rositzka, Mitglied des iGEM-Teams. Bereits beim europäischen Vorentscheid wurde das Projekt von der fachkundigen Jury zum besten Projekt Europas gekürt und konnte sich so einen Platz im Finale des Wettbewerbs für synthetische Biologie sichern. Dort setzte sich die Forschungsgruppe gegen 80 Teams aus der ganzen Welt durch und musste sich nur dem Team Paris Bettencourt geschlagen geben.

Neben dem Preis für die beste Präsentation erhielt das Projekt der Bielefelder Studenten zudem den Spezialpreis für das beste „Food & Energy“ Projekt. Auch Björn Steinhoff, Marketing Manager Central Europe von Fisher Scientific, freut sich über die Platzierung des iGEM-Teams der Universität Bielefeld. „Als Laborvollausrüster für das Gesundheitswesen sowie als Partner von wissenschaftlicher Forschung und Ausbildung sehen wir es als unsere Aufgabe an, die noch junge Forschungsdisziplin der synthetischen Biologie zu unterstützen und weiter voranzutreiben“, erklärt Steinhoff das Engagement von Fisher Scientific.

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