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Energiespeicher Flüssige Salze als Energiespeicher

Redakteur: Olaf Spörkel

Wissenschaftler haben jetzt verschiedene Eigenschaften von ionischen Flüssigkeiten näher charakterisiert. Basierend auf diesen Kenntnissen könnten sich aus den flüssigen Salzen zukünftig Kurzzeit-Energiespeicher oder umweltverträgliche Lösungsmittel herstellen lassen.

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Flüssige Salze könnten sich zukünftig als Energiespeicher nutzen lassen.
Flüssige Salze könnten sich zukünftig als Energiespeicher nutzen lassen.
( Bild: Universität Leipzig )

Leipzig – Wissenschaftlern um Prof. Barbara Kirchner von der Universität Leipzig gelang es mithilfe computergestützter Analysen und experimenteller Arbeiten die Ursache des niedrigen Schmelzpunktes von ionischen Flüssigkeiten aufzuklären. Sie zeigten, dass durch das Wechselspiel der Kräfte zwischen den Molekülen die Ionen leichter ihre Gleichgewichtslage verlassen können und so der flüssige Zustand erreicht wird. Für die Interpretation weiterer Eigenschaften von ionischen Flüssigkeiten wurden zusätzlich mathematische Modelle entwickelt.

Alternative Energiespeicher

Die Analysen der Leipziger Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Friedrich Kremer konzentrieren sich auf das Wechselspiel zwischen der glasartigen Dynamik und dem Ladungstransport in ionischen Flüssigkeiten. Die Forscher entdeckten Skalierungsgesetze, die über mehr als zehn Größenordungen in der Frequenz gültig sind und auf einen universellen Mechanismus der Leitfähigkeit hinweisen. Nach Ansicht der Forscher könnte das der Schlüssel für neue Anwendungen von ionischen Flüssigkeiten als Kurzzeit-Energiespeicher oder als Medium in Brennstoffzellen sein.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert das „Schwerpunktprogramm Ionische Flüssigkeiten“ seit drei Jahren und verlängert jetzt die Förderung bis 2010.

Ionische Flüssigkeiten entsprechen flüssigen Salzen, ohne in einer Substanz wie Wasser gelöst zu sein. Sie sind hitzebeständig, kaum entzündlich, flüssig bereits unter 100 Grad Celsius, elektrisch gut leitfähig und finden Anwendung in Technologien, wie Brennstoffzellen, Kondensatoren und Batterien.

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