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Synthetisches Graphen Forscher entwickeln CVD-Verfahren zur Graphen-Synthese weiter

Redakteur: Manja Wühr

Das CVD-Verfahren zur Produktoin von synthetischem Graphen ist skalierbar und kostengünstig. Nachteil: Die Qualität war für elektrische Anwendungen nicht ausreichend. Forscher der RWTH Aachen zeigen, dass es anders geht.

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(v.l.) Luca Banszerus, Professor Christoph Stampfer, Michael Schmitz und Stephan Engels vor dem CVD-Ofen zum Wachsen von Graphen
(v.l.) Luca Banszerus, Professor Christoph Stampfer, Michael Schmitz und Stephan Engels vor dem CVD-Ofen zum Wachsen von Graphen
(Bild: Peter Winandy)

Aachen – Das Wundermaterial Graphen gilt vielen als Innovationsmotor für Elektronik – Touch-Screens und in der flexiblen Optoelektronik. Für die Herstellung gibt es bislang zwei Verfahren: Mit der „Tesafilm-Methode“ lässt sich qualitativ hochwertiges Graphen herstellen. Allerdings ist es für eine Massenproduktion ungeeignet. Die Herstellung auf Basis der chemischen Gasphasenabscheidung, kurz CVD (chemical vapor deposition) genannt, ist zwar skalierbar und kostengünstig, aber von zu geringer Qualität für elektronische Anwendungen.

Ein Forscherteam um Luca Banszerus hat nun das CVD-Verfahren weiterentwickelt, sodass synthetisches Graphen von ultra-hoher Qualität gewonnen werden kann. Knackpunkt des Verfahren ist der Transfer des Graphens vom Kupfer auf ein anderes Substrat. Bisher wurde Graphen mit einer nass-chemischen Methode transferiert, die das Graphen verunreinigt und aufwellt. Die von Banszerus und Kollegen entwickelte Methode erlaubt erstmals einen trockenen Transfer, der die hohe Qualität des chemisch gewachsenen Graphens beibehält. Zusätzlich kann das Kupfer für die Synthese von Graphen wieder verwendet werden, was Geld und Ressourcen in der Herstellung von Graphen einspart.

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