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Peptide Forscher entwickeln Verfahren zur Reinigung von Naturstoffen

| Redakteur: Tobias Hüser

Das Start-up Enviro Pep hat ein innovatives Reinigungsverfahren für chemisch synthetisierte Peptide entwickelt. Das Gründungsprojekt der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) wird durch das Förderprogramm Exist-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie durch den Europäischen Sozialfond mit rund 700.000 Euro finanziell unterstützt.

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Peptide sind vielversprechende Wirkstoffkandidaten, sie zu reinigen ist allerdings mit viel Aufwand verbunden.
Peptide sind vielversprechende Wirkstoffkandidaten, sie zu reinigen ist allerdings mit viel Aufwand verbunden.
(Bild: Takeda)

Berlin – Peptide bezeichnen eine Naturstoffklasse, die aus Aminosäuren aufgebaut ist. Sie sind unentbehrlich für jeden Stoffwechselvorgang. Daher gehören sie heute zu den vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten in Therapeutika. Damit Peptide als Wirkstoff aber eingesetzt werden können, müssen sie in hochreiner Form vorliegen. Die derzeit üblichen Verfahren zur Peptidreinigung sind jedoch zeit- und kostenintensiv.

Hier setzt nun Enviro Pep an. „Unser Verfahren eignet sich für eine schnelle, zuverlässige und einfache Peptidreinigung, ohne hohe Drücke vom Milligramm- bis zum Kilogramm-Maßstab. Darüber hinaus werden auch keine organischen Lösungsmittel benötigt. Dadurch ist dieser Prozess eine kostengünstige und umweltschonende Alternative zu bestehenden Verfahren, wie die am meisten verwendete Hochdruckflüssigkeitschromatographie“, erklärt Robert Zitterbart, einer der drei Gründer und Entwicklungsleiter.

Kooperation mit BAM

Mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) als Kooperationspartner, das dem Gründerteam Labor- und Büroflächen zur Verfügung stellt, soll die Technologie nun zur Marktreife gebracht werden. „Für potenzielle Kunden ist Qualitätssicherung ein wichtiger Faktor. Durch die Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten der BAM wollen wir hier frühzeitig wichtige Weichen stellen“, so Zitterbart weiter.

„Das Start-up Enviro Pep zeigt, dass der BAM-Campus Adlershof Gründern einen Raum für innovative Ideen und Unternehmergeist bietet", sagt BAM-Präsident Prof. Ulrich Panne. Zusammen mit Industriepartnern wollen die Gründer nun die Herstellung therapeutisch relevanter Peptide in einem größeren Maßstab zeigen und die neue Technologie hierbei einsetzen. Zukünftig will das Unternehmen mit seinem Verfahren maßgeschneiderte Lösungen zur Prozessoptimierung in der Peptidherstellung anbieten.

Auf dem Technologiestandort Adlershof „Adlershof. Science at work." haben sich bislang rund 950 Unternehmen und 16 wissenschaftliche Einrichtungen niedergelassen. Die BAM stellt mit ihrem dortigen Campus den Forscherteams eine moderne und hervorragend angepasste Forschungsinfrastruktur zur Verfügung.

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