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GDCh-Förderpreis für Angel Topalov Forschungsarbeit an Platin-Elektrode soll Entwicklung von Brennstoffzellen beflügeln

Redakteur: Tobias Hüser

Der Doktorand Angel Topalov vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung hat für seine Forschungsarbeiten an Platin-Elektroden den GDCh-Förderpreis erhalten. Der Wissenschaftler hat die extrem kleinen Mengen Platin, die sich bei einer elektrochemischen Behandlung von der Elektrode lösen, genauer unter die Lupe genommen. Gerade für die Entwicklung von Brennstoffzellen, spielt dieser Vorgang eine entscheidende Rolle.

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Angel Topalov mit der Urkunde zum Förderpreis des GDCh auf dem Gebiet der Angewandten Elektrochemie.
Angel Topalov mit der Urkunde zum Förderpreis des GDCh auf dem Gebiet der Angewandten Elektrochemie.
(Bild: MPIE)

Düsseldorf – Angel Topalov hat am 2. September im Rahmen des GDCh-Wissenschaftsforums den Förderpreis auf dem Gebiet der Angewandten Elektrochemie verliehen bekommen. Topalov ist Doktorand am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, er arbeitet in der Gruppe „Elektrokatalyse“ der Abteilung Grenzflächenchemie mit dem Thema „Die Auflösung von Platin – Grenzen für den Einsatz zur elektrochemischen Energieumwandlung?“.

Topalev´s Arbeit bestand darin, extrem kleine Mengen Platin zu detektieren, die sich bei einer elektrochemischen Behandlung von der Platin-Elektrode ablösen. Diesen Vorgang genau zu verstehen und Bedingungen zu finden, bei denen sich möglichst wenig Platin löst, spielt z.B. bei der Entwicklung von Brennstoffzellen eine wichtige Rolle. Für den Betrieb von Brennstoffzellen sind sogenannte Elektrokatalysatoren nötig, die Elektroden aus Platin enthalten.

Platin ist ein sehr teures Edelmetall, welches sich trotz der hohen Kosten am besten für diese Anwendung eignet. Wie man dieses Edelmetall vor der Auflösung schützt, ist somit eine wichtige Frage für die Verwendung der Brennstoffzellen als alternative Energiequellen. Das Besondere an der Untersuchung von Topalov ist, dass er mit seinem Versuchsaufbau in Echtzeit untersuchen kann, wie viel Platin sich unter welchen Bedingungen ablöst. Dies geschieht, indem er eine sogenannte Rasterdurchflusszelle an ein Massenspektrometer koppelt.

In seiner Doktorarbeit hat er erfolgreich das Verfahren entwickelt, um die Rasterdurchflusszelle mit der Masssenspektroskopie zu koppeln und so die Auflösungen von Metallen in winzigen Mengen in Echtzeit zu detektieren. Mit dem Versuchsaufbau hat er zudem herausgefunden, wie sich polykristallines Platin bei verschiedenen elektrochemischen Bedingungen verhält. Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Verleihungsurkunde und einem Preisgeld von 1000 Euro, das von der BASF gestiftet wird.

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