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Informations- und Kommunikationstechnik Forschungserfolge beim Energieeffizienz-Cluster Cool Silicon

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik verursacht mittlerweile zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Der sächsische Energieeffizienz-Cluster „Cool Silicon“ sucht in den Bereichen Mikro- und Nanotechnologie, Kommunikationssysteme und Sensornetzwerke nach energieeffizienten Lösungen und kann bereits erste Forschungserfolge verzeichnen.

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Leistungsvergleich von zwei Chip-Generationen – mit und ohne „Cool Silicon“-Know-how – zeigen deutliche Performance-Unterschiede bei der Darstellung von HD-Video-Material bei deutlich geringerem Stromverbrauch (Ausschnitt).
Leistungsvergleich von zwei Chip-Generationen – mit und ohne „Cool Silicon“-Know-how – zeigen deutliche Performance-Unterschiede bei der Darstellung von HD-Video-Material bei deutlich geringerem Stromverbrauch (Ausschnitt).
( Bild: Cool Silicon )

Dresden – Seit 2009 forschen Wissenschaftler und Experten in Sachsen an Innovationen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert „Cool Silicon“ im Rahmen des „Spitzenclusterwettbewerbes“ mit 40 Millionen Euro, Industriepartner beteiligen sich mit der gleichen Summe und auch das sächsische Wissenschaftsministerium unterstützt das Projekt mit weiteren 30 Millionen Euro. Erstes Fazit nach zwölf Monaten Forschungsarbeit bei Cool Silicon: In allen Bereichen konnten die Forscher aus Sachsen neue Erkenntnisse gewinnen und ihre Spitzenforschung vorantreiben. „Sowohl bei der Mikro- und Nanotechnologie als auch bei Kommunikationssystemen sind wir wesentlich vorangekommen“ sagt Cool Silicon-Clusterkoordinator Prof. Thomas Mikolajick. „Bei den Sensornetzwerken konnten wir nachweisen, dass ein autarker, also selbstversorgender, Betrieb durch weitere Optimierung möglich ist“, so Mikolajick.

Erste Weiterentwicklung bei energieeffizienten Chips

Im Bereich „Mikro- und Nanotechnologie“ beschäftigen sich die Forscher mit den Basistechnologien für energieeffiziente IKT-Produkte und deren Anwendung in Computern. Das Ziel: In Zukunft soll die IT-Branche schon beim Entwurf einzelner Komponenten nicht nur die Rechenleistung, sondern auch die Energieeffizienz optimieren. Ein Team von Cool Silicon hat Testchips entwickelt, die sich bei der so genannten Hochvolttechnologie, die für eine energieeffiziente Spannungsversorgung wichtig ist, einsetzen lassen. Statt über ein Netzteil gelangt die Stromversorgung direkt in den

Computer. Vorteil hier: Die Fertigung der Netzteile entfällt komplett und schon allein dadurch lässt sich Energie sparen. „Jeder kennt das: Wenn zum Beispiel das Notebook lange am Stromnetz ist, wird das Netzteil heiß. Das ist eine Energieverschwendung, die nun entfällt“, erklärt Prof. Mikolajick. Bisherige Tests haben gezeigt, dass die entwickelte Technologie eine Spannung von bis zu 800 Volt aushalten kann.

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