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Pflanzenforschung Forschungskooperation zur Steigerung landwirtschaftlicher Erträge

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mittlerweile sind landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht mehr nur für die Ernährung wichtig. Auch der verstärkte Bedarf nach so genannten Energiepflanzen wie Raps oder Zuckerrüben macht eine optimierte Landwirtschaft in Zukunft immer wichtiger. Bayer Cropscience und das deutsche Unternehmen Targenomix wollen nun in einer Kooperaation nach Methoden zur Produktivitätssteigerung suchen.

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Durch ihre Kooperation wollen Bayer Cropscience und Targenomix Landwirten dabei helfen, ihre Produktivität zu steigern.
Durch ihre Kooperation wollen Bayer Cropscience und Targenomix Landwirten dabei helfen, ihre Produktivität zu steigern.
(Bild: Bayer Crop-Science AG)

Monheim – Bayer Cropscience und die Potsdamer Targenomix eine Ausgliederung des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie, haben eine auf fünf Jahre angelegte Forschungskooperation vereinbart. Gemeinsam wollen sie Verfahren der Systembiologie entwickeln und anwenden, um die Steuerung von Genen und Stoffwechselprozesse in Pflanzen besser zu verstehen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen neuartige Wirkstoffe und Pflanzenmerkmale identifiziert und erforscht werden. Daraus sollen innovative Lösungsansätze für den Pflanzenschutz und die Pflanzengesundheit entwickelt werden.

„Ich begrüße diese Forschungskooperation, die darauf ausgerichtet ist, neue molekulare Zielstrukturen zu identifizieren, die für ein gesundes Pflanzenwachstum wichtig sind. Die Entwicklung innovativer Lösungsansätze, mit denen die landwirtschaftliche Produktivität gesteigert werden kann, ist von großer Bedeutung“, sagte Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.

Wissensbündelung in der Pflanzenforschung

„Landwirte weltweit sind dringend auf Innovationen angewiesen, um ihre Erträge und die Qualität ihrer Ernte zu verbessern“, erklärte Dr. Axel Trautwein, Leiter des Bereichs Chemische Pflanzenschutzforschung bei Bayer Cropscience. Er wies darauf hin, dass Pflanzen einer Vielzahl von biotischen und abiotischen Stressfaktoren ausgesetzt sind, die häufig in Kombination auftreten und einen entscheidenden Einfluss auf die Landwirtschaft weltweit haben. „Die Partnerschaft zwischen Bayer Cropscience und Targenomix bringt führende Wissenschaftler zusammen, die mit ihrem gebündelten Wissen dazu beitragen können, die offenen Fragen der Pflanzenbiologie zu beantworten.“

„Pflanzen sind komplexe Organismen, die auf zahlreiche äußere Umwelteinflüsse und endogene – im Inneren der Pflanze entstehende – Signale reagieren. Ergebnis dieses Zusammenspiels in biochemischen Prozessen ist das Pflanzenwachstum - und damit letztlich der landwirtschaftliche Ertrag. Systembiologische Ansätze sind der Schlüssel, um diese vielschichtigen Wechselbeziehungen zu verstehen. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre ist das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie zu einer führenden Institution auf dem Gebiet der Pflanzensystembiologie geworden - und Targenomix wird dazu beitragen, dieses Wissen in den industriellen Bereich zu übertragen“, sagte Professor Dr. Lothar Willmitzer, Direktor des Max-Planck-Instituts sowie Mit-Gründer und wissenschaftlicher Berater von Targenomix.

Zwölf Wissenschaftler arbeiten an Projekt

„Wir sind stolz darauf, Teil dieser Forschungskooperation mit Bayer Cropscience zu sein. Wir sind davon überzeugt, dass aus der Kombination des Wissens beider Unternehmen neue Ideen für die Landwirtschaft hervorgehen werden“, fügte Dr. Sebastian Klie, Geschäftsführer von Targenomix und ehemaliger Bioinformatiker am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, hinzu. „Wir möchten auch der Max-Planck-Innovation GmbH, verantwortlich für den Technologietransfer der Institute der Max-Planck-Gesellschaft, unseren besonderen Dank für ihre große Unterstützung dieses Projektes aussprechen.“

Zunächst werden zwölf Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Dr. Willmitzer an dieser Kooperation mitwirken. Es ist geplant, die Plattform im Laufe der Kooperation weiter auszubauen.

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