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Chemische Biologie

Forschungsplattform zur Chemischen Biologie in EU-Roadmap

11.12.2008 | Redakteur: Olaf Spörkel

Pipettier-Automaten und Computer-Simulationen unterstützen die Charakterisierung von Wirkstoffen. Die Technologie-Plattform zur Chemischen Biologie liefert einen Rahmen hierfür.
Pipettier-Automaten und Computer-Simulationen unterstützen die Charakterisierung von Wirkstoffen. Die Technologie-Plattform zur Chemischen Biologie liefert einen Rahmen hierfür.

Das Europäische Strategie-Forum für Forschungsinfrastrukturen hat die Technologie-Plattform zur Chemischen Biologie EU-Openscreen in seine Roadmap aufgenommen.

Berlin – Die Roadmap des Europäischen Strategie-Forums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) zeigt den europäischen Bedarf an neuen Forschungsinfrastrukturen für die nächsten zehn bis 20 Jahre. Sie wurde 2006 mit 35 Infrastrukturen erstmals veröffentlicht. Jetzt gibt es eine neue Fassung, die im Rahmen der European Conference on Research Infrastructures (ECRI 2008) in Versailles am 9. und 10. Dezember offiziell vorgestellt wurde.

Die Aufnahme in die ESFRI-Roadmap ist nach eigenen Angaben ein großer Erfolg für das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP), das das EU-Openscreen-Konzept gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig erarbeitet hat. EU-Openscreen soll externen Wissenschaftlern aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen Zugang zu Ressourcen für die Entwicklung biologisch aktiver Substanzen bieten, insbesondere zur Assayentwicklung, zum Screening, zu chemischen Bibliotheken, zur Hitvalidierung und -optimierung und zu einer gemeinsamen Datenbank. Die so identifizierten biologisch aktiven Substanzen können als Werkzeuge zur Aufklärung biologischer Vorgänge dienen oder als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Medikamente.

Die Screening-Unit des FMP bietet den Service bereits an und gehört, zusammen mit dem HZI und dem Max- Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, zu den Gründungsmitgliedern des deutschen Netzwerks ChemBioNet. Dieses wurde 2004 von Chemikern und Biologen gegründet, um beide Disziplinen besser zu vernetzen und die akademische Forschung auf dem Gebiet der Chemischen Biologie in Deutschland voranzutreiben.

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