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Batterieforschungsprojekt Forschungsverbund will Batterie-Energiedichten verfünffachen

| Redakteur: Tobias Hüser

Bis zum Jahr 2015 die Energiedichten von Lithium-Ionen-Batterien verfünffachen – dieses Ziel haben sich Forschungspartner wie das Forschungszentrum Jülich, die RWTH Aachen und das Karlsruher Institut für Technologie im Verbund „Meet Hi-End“ gesetzt. In dieser Zeit sollen u.a. neue Elektrolyte synthetisiert werden. Die Wissenschaftler haben auch eine neue Generation von Hochenergiebatterien – die Lithium-Luft-Zelle – im Blick.

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Wissenschaftler verschiedener Forschungseinrichtungen arbeiten im Verbund „Meet Hi-End“ an Lithium-Batterien, deren bisherige Energiedichten sie verfünffachen wollen.
Wissenschaftler verschiedener Forschungseinrichtungen arbeiten im Verbund „Meet Hi-End“ an Lithium-Batterien, deren bisherige Energiedichten sie verfünffachen wollen.
(Bild: KIT)

Jülich – Im Forschungsverbund „Meet Hi-End“ arbeiten Wissenschaftler an Batterien mit deutlich höheren Energiedichten. Ziel des Projekts ist ein breiter Einstieg in die Elektromobilität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen der Förderinitiative „Exzellenz und technologische Umsetzung der Batterieforschung – Excellent Battery“ mit insgesamt rund 8,1 Millionen Euro.

Die Abkürzung „Meet Hi-End“ steht für „Materialien und Komponenten für Batterien mit hoher Energiedichte“. Mithilfe neuer Zellkomponenten wollen die beteiligten Wissenschaftler die Energiedichte der gegenwärtig verfügbaren Lithium-Batterien verfünffachen. Partner im Verbund sind neben dem Forschungszentrum Jülich die RWTH Aachen, die Universität Münster, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Firma ECC Reppening und die Mie University Japan. Die Firmen Bosch und BMW haben im Projekt eine begutachtende Funktion.

Beim Abschluss des Projektes im Jahr 2015 wollen die Partner Ergebnisse für eine Prototyp-Zellfertigung haben. Der Titel des Teilvorhabens der Jülicher Wissenschaftler vom Institut für Energie- und Klimaforschung lautet: „Neue Elektroden, Elektrolyt- und Schutzschichtkonzepte für Lithiumbatterien mit hoher Energiedichte“. Dazu haben sie sich folgende Schwerpunkte gesetzt: Neben der Synthese von Elektrolyten, welche die klassischen Flüssigelektrolyte in den aktuell verwendeten Lithium-Ionen-Batterien ersetzen können, geht es um die elektrochemische und thermodynamische Charakterisierung dieser Materialien. Neuartige Anodenschutzschichten sollen diese mit den neuen Hochleistungselektrolyten verträglich und kompatibel für eine neue Zellchemie machen.

Kooperierende Industriefirmen testen Leistungsfähigkeit der Batterien

Im Fokus des Interesses steht dabei eine neue Generation von Hochenergiebatterien, u.a. die Lithium-Luft-Zelle. Mit den kooperierenden Industriefirmen sollen die hergestellten Zellen auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft und der Transfer der Ergebnisse in die Produktion und Anwendung vorbereitet werden. Zudem ist der Aufbau einer Informations- und Ausbildungsplattform geplant, die als Grundlage für eine nachhaltige Verbreitung der entwickelten Energiespeicherkonzepte und Materialinnovationen dienen kann.

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