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Biologische Pharmazeutika GE Healthcare und Acib forschen an CHO-Zelllinien

| Redakteur: Tobias Hüser

GE Healthcare und das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (Acib) starten eine Projektkooperation. Während der nächsten drei Jahre treiben die Forschungspartner die Entwicklung von Zelllinien in „Chinese Hamster Ovary (CHO)“- Zellen voran. Mit der Arbeit können neue Methoden für eine effizientere Produktion biologisch hergestellter Pharmazeutika entwickelt werden.

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Mit der Forschung an CHO-Zellen wollen die Wissenschaftler die industrielle Produktion therapeutischer Proteine vorantreiben.
Mit der Forschung an CHO-Zellen wollen die Wissenschaftler die industrielle Produktion therapeutischer Proteine vorantreiben.
(Bild: Acib)

Graz, Wien/Österreich, Chalfont St. Giles/Großbritannien – Die Acib-Forschungsgruppe rund um Prof. Nicole Borth beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit CHO und seiner Nutzung als Produktionswirt für die Pharmabranche. „Durch die Verwendung neuer Tools, die eine Kombination von Informationen über Genomsequenzen und auch anderen -Omics-Technologien (wie z.B. Transcriptomics) ermöglichen, wird man immer besser verstehen, wie die Abläufe in der Zelle reguliert werden. Im Zuge der Zusammenarbeit mit GE Healthcare wollen wir uns die Möglichkeit erarbeiten, das Verhalten von CHO-Zellen insofern zu manipulieren, dass wir in der Lage sind, möglichst effizient notwendige Zelleigenschaften zu designen, zu definieren und zu kontrollieren, um optimale Bedingungen für das Produkt zu generieren“, sagt Borth.

GE Healthcare wiederum ist bestrebt, mithilfe des Acib-Know-hows den Screeningbedarf einzelner Zelllinien möglichst zu reduzieren und gemeinsam geeignete Tools für eine zielführende Weiterentwicklung der Linien zu etablieren. CHO-Zellen sind ein weit verbreitetes Werkzeug in der industriellen Produktion therapeutischer Proteine. Dennoch hängt eine erfolgreiche Produktion stark vom Zielprotein und der Stabilität der Zelllinie ab. Die Optimierung für einzelne Produktgruppen gestaltet sich somit zeitaufwendig und deshalb oft auch teuer im Vergleich zu rein chemischen Prozessen.

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Durch gezielte Maßnahmen und Forschung an CHO-Zellen in Hinblick auf ihr Verhalten unter speziellen Prozessbedingungen erwarten sich die Forscher eine erhöhte Produktivität. Das neu erworbene Wissen hat das Potential, den Zeitaufwand für – derzeit meist noch empirisch festgelegte – Optimierungsmaßnahmen stark zu verringern und die Produktqualität zu erhöhen. Die Vision der beteiligten Forscherinnen und Forscher ist ein Set an prä-optimierten Zelllinien, die für verschiedene Anwendungsbereiche kategorisiert sind und aus denen Produzenten der Biopharmazeutika bequem auswählen können. Produktionsprozesse werden dadurch verlässlicher und vorhersehbarer und können besser mit den weniger umweltfreundlichen chemischen Methoden konkurrieren.

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