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Zuse-Bündnis Gebündeltes Biotech-Wissen für den Mittelstand

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

In der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse haben sich 75 deutsche Forschungsinstitute organisiert. Im Juni präsentiert ein Großteil dieser Wissensträger auf den Zuse-Tagen dem Mittelstand, um Chancen für Forschungskooperationen aufzuzeigen.

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Anwendungsorientierte Biotechforschung: Christina Schuppener, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zuse-Mitgliedsinstitut GMBU, bei der Probenahme am Photobioreaktor.
Anwendungsorientierte Biotechforschung: Christina Schuppener, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zuse-Mitgliedsinstitut GMBU, bei der Probenahme am Photobioreaktor.
(Bild: GMBU)

Berlin – In Zeiten rückläufiger eigener Innovationskraft haben kleine und mittlere Unternehmen mit Biotechnologie-Bezug und Innovationsbedarf jetzt erstmals unmittelbaren Zugriff auf eine international beispiellose Bündelung von Know-how, Forschungsergebnissen und Entwicklungskapazitäten in nahezu allen Technologiebereichen: 65 Mitgliedsinstitute der 2015 gegründeten Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse suchen Anfang Juni bei den Zuse-Tagen in Berlin den praxisorientierten Dialog mit dem Mittelstand (Die Zuse-Tage finden 7. und 8. Juni im dbb Forum in Berlin statt. Mehr Infos gibt es hier).

Aus dem Biotech-Bereich gehören unter anderem dazu das Dechema-Forschungsinstitut aus Frankfurt/Main, aus Brandenburg das Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung sowie das Forschungsinstitut Bioaktive Polymersysteme, die Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg, die Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien aus Halle (Saale), das Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie aus Bad Langensalza sowie das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens.

Mehr als 5.500 Mitarbeiter arbeiten in den 75 Forschungsinstituten

Das Zuse-Bündnis vereint bislang bundesweit etwa 75 anwendungsorientierte gemeinnützige Forschungsinstitute mit zusammen rund 5.500 Mitarbeitern und Ausstrahlung weit über die jeweilige Region hinaus. Selbst mittelständisch organisiert, verstehen die Zuse-Einrichtungen Situation und Anliegen ihrer Industriepartner besonders gut und können in der Regel schneller, flexibler und kostenbewusster als universitäre oder Großforschungseinrichtungen reagieren.

„Unsere hoch spezialisierten Institute sind in ihren Themenfeldern erfahren und bestens vernetzt; andererseits können sie über die Gemeinschaft ihren Unternehmenspartnern branchenübergreifendes Forschungspotential zur Entwicklung neuer Produkte und Technologien zur Verfügung stellen“, sagt Zuse-Präsident Dr. Ralf Bauer. Die unter Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel stattfindenden Zuse-Tage mit zahlreichen Fachvorträgen und Dialogmöglichkeiten sollen deshalb als in Europa einmalige Kooperationsplattform eine dauerhafte Basis erhalten.

Von der Politik verlangt Zuse die Gewährleistung verlässlicher und kontinuierlicher Rahmenbedingungen für den Forschungsmittelstand. Das schließt gleichberechtigten Zugang zu Förderprogrammen des Bundes ebenso ein wie ein Ende der Benachteiligung gegenüber Großforschungseinrichtungen bei Förderquoten und Modalitäten der Projektabrechnung oder der staatlichen Unterstützung beim Erhalt von Gebäuden, der technischen Infrastruktur und Ausrüstung.

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