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Sicherheitsschränke Gefahrstofflagerung in Sicherheitsschränken im Wandel

| Redakteur: Tobias Hüser

Feuerwiderstandsfähige Sicherheitsschränke stehen zunehmend in direkter Nähe zum Arbeitsplatz, um Platz zu sparen und längere Wegstrecken mit Chemikaliengebinden zu vermeiden. Doch selbst die modernsten Typ 90-Schränke schützen nicht vor individuellen Fehlern bei der Gefahrstofflagerung. Der Schrankhersteller Asecos versucht daher, den Stand der Technik stetig zu erhöhen, damit die Arbeitsabläufe der Mitarbeiter effizienter und sicherer werden.

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Moderner Gefahrstoffschrank für brennbare Flüssigkeiten mit metallfreier Inneneinrichtung zum Korrosionsschutz.
Moderner Gefahrstoffschrank für brennbare Flüssigkeiten mit metallfreier Inneneinrichtung zum Korrosionsschutz.
(Bild: Asecos)

Die Entwicklungen rund um das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz hat in den vergangenen Jahren große Sprünge gemacht. War es vor einigen Jahren noch üblich, Gefahrstoffe zentral in einem separaten Lager aufzubewahren und entsprechende Ex-Zonen einzurichten, geht heute die Entwicklung weit darüber hinaus zu mehr Effizienz und einer besseren Handhabung für die Mitarbeiter. Die Lagerung der Gefahrstoffe findet bevorzugt dezentral und arbeitsplatznah in feuerwiderstandsfähigen Sicherheitsschränken statt.

Durch die bedarfsgerechte Lagerung direkt an der Verwendungsstelle lassen sich Arbeitsabläufe flexibler gestalten, wobei die benötigten Stoffe unmittelbar zur Verfügung stehen. Laut TRGS 510.2 Absatz 3 (Technische Regel für Gefahrstoffe) ist dabei nicht unbedingt die Lagerung in separaten Räumlichkeiten notwendig, da ein Sicherheitsschrank bereits als abgeschlossener Lagerabschnitt gilt. So wird Platz gespart, und Wegzeiten zum Lager und zurück fallen weg.

Die deutsche Norm DIN 12925 verzeichnete bereits seit den 1980er Jahren Vorgaben zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten und Druckgasflaschen in Sicherheitsschränken. Diese hohen Sicherheitsstandards bildeten die Grundlage für die heutige europaweite Norm EN 14470. Seit 2004 definiert diese die Anforderungen hinsichtlich Konstruktion und Feuerwiderstandsfähigkeit für Sicherheitsschränke. Von der Klassifizierung über detaillierte Konstruktionsanforderungen bis hin zur ausführlichen Definition der Baumusterprüfung in einer Brandkammer unterliegen Hersteller genauen Vorgaben.

Geschützt für 90 Minuten

Im Jahr 1994 wurde vom Hersteller Asecos die FWF 90-Technologie entwickelt. Dadurch erhöhte sich der Stand der Technik für Sicherheitsschränke auf eine Feuerwiderstandsfähigkeit von mindestens 90 Minuten. Diese Entwicklung floss 2004 auch in die bereits erwähnte EN 14470 ein, die Sicherheitsschränke nach ihrer Feuerwiderstandsfähigkeit in Minuten klassifiziert. Es wird zwischen Typ 15-, 30-, 60- und Typ 90-Schränken unterschieden. Hohe Sicherheitsstandards vom Gesetzgeber und ausgereifte Lagertechnik vom Hersteller bringen aber nur etwas, wenn die Gefahrstoffe richtig gelagert werden.

„Im Betriebsalltag beobachten wir häufig, dass Typ 90-Sicherheitsschränke für brennbare Flüssigkeiten auch für die Lagerung kleinerer Mengen von Laugen und Säuren genutzt werden. Das sind aber aggressive Gefahrstoffe, die bei der metallischen Standardinnenausstattung der Sicherheitsschränke für brennbare Flüssigkeiten zu Korrosionserscheinungen führen können“, beschreibt Sven Sievers, Bereichsleiter Produktmanagement von Asecos, einen der häufigen Alltagsfehler bei der Gefahrstofflagerung.

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