Suchen

Zoonosen-Monitoring Geflügelfleisch wird häufiger infiziert als Schweinefleisch

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Der Bericht zum bundesweit durchgeführten Zoonosen-Monitoring 2011, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Mai 2013 veröffentlicht hat, zeichnet ein differenziertes Bild des Vorkommens von Zoonoseerregern bei Tieren und in Lebensmitteln. So wird Geflügelfleisch offenbar häufiger mit Zoonoseerregern kontaminiert als beispielsweise Schweinefleisch. Die Resistenzlage der Erreger hat sich gegenüber den Ergebnissen der Vorjahre kaum verändert.

Firmen zum Thema

In die Auswertung zum Zoonosen-Monitoring, das 2011 zum dritten Mal durchgeführt wurde, sind 9.127 Proben aus Erzeugerbetrieben, Schlachthöfen und dem Einzelhandel eingegangen, die u.a. auf Salmonellen, Campylobacter oder MRSA untersucht worden. (im Bild: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Salmonellen).
In die Auswertung zum Zoonosen-Monitoring, das 2011 zum dritten Mal durchgeführt wurde, sind 9.127 Proben aus Erzeugerbetrieben, Schlachthöfen und dem Einzelhandel eingegangen, die u.a. auf Salmonellen, Campylobacter oder MRSA untersucht worden. (im Bild: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Salmonellen).
(Bild: Manfred Rohde/HZI)

Berlin – Die Ergebnisse des Zoonosen-Monitorings 2011 zeigen, dass Nutztiere ein Reservoir für verschiedene Zoonoseerreger sind und es bei der Schlachtung zu einer Kontamination der Schlachttierkörper kommen kann. Diese wird bei Geflügel durch die Technik des Schlachtprozesses begünstigt.

Um den Eintrag von Krankheitserregern in die Lebensmittelkette zu verhindern und Kontaminationen zu reduzieren, müssen gute Hygienepraktiken auf allen Stufen der Lebensmittelkette von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Abgabe an den Verbraucher konsequent angewendet werden.

Verbraucher können sich vor lebensmittelbedingten Infektionen schützen, indem sie Fleisch durchgaren und eine strenge Küchenhygiene einhalten. Verbrauchergruppen wie Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Menschen und Schwangere sollten rohes Hackfleisch und rohe Fleisch- und Milchprodukte sowie bestimmte verzehrfertige Lebensmittel nicht verzehren.

In die Auswertung zum Zoonosen-Monitoring, das 2011 zum dritten Mal durchgeführt wurde, sind 9.127 Proben aus Erzeugerbetrieben, Schlachthöfen und dem Einzelhandel eingegangen, die von den Bundesländern auf das Vorkommen der wichtigsten Zoonoseerreger untersucht wurden.

Bei 1.324 Isolaten wurde am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Typisierung durchgeführt, und 4.717 Isolate der verschiedenen Zoonoseerreger und kommensalen E. coli (Bestandteil der normalen Darmflora) wurden auf ihre Resistenz gegen antimikrobielle Substanzen getestet. Der Bericht zum Zoonosen-Monitoring umfasst auch die Bewertung der Ergebnisse durch das BfR.

(ID:39624600)