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Zoonosen-Monitoring

Geflügelfleisch wird häufiger infiziert als Schweinefleisch

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Salmonellen

Die Nachweisrate von Salmonella spp. in frischem Hähnchenfleisch aus dem Einzelhandel lag bei 6,2%. Frisches Schweinefleisch (0,4% positive Proben) und Schweinehackfleisch (1,3% positive Proben) waren im Vergleich seltener mit Salmonellen kontaminiert. Dennoch stellen nach Schätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Schweine bzw. Schweinefleisch nach Konsumeiern eine der wichtigsten Infektionsquellen für den Menschen mit Salmonellen dar. Dies hängt möglicherweise damit zusammen, dass Schweinefleisch im Gegensatz zu Geflügelfleisch auch roh (z.B. als Mett) verzehrt wird.

Im Zoonosen-Monitoring 2011 wurden erstmalig auch Wildfleisch sowie nicht vom Tier stammende Lebensmittel untersucht. Frisches Wildschweinfleisch war zu 3,4% mit Salmonellen kontaminiert und stellt somit eine potenzielle Infektionsquelle dar. Trockenpilze waren zu 1,6% Salmonella-positiv. Die Zubereitung von Trockenpilzen (Einweichen in warmem Wasser) begünstigt allerdings die Vermehrung vorhandener Salmonellen, wodurch die Gefahr für den Menschen steigt, sich über den Verzehr dieser Pilze zu infizieren.

Campylobacter

Untersuchungen am Schlachthof zeigten, dass Campylobacter spp. bei Masthähnchen (25,1% positive Proben von Blinddarminhalt) weit verbreitet sind und während des Schlachtprozesses offenbar in hohem Maße direkt oder indirekt aus dem Darminhalt auf die Schlachtkörperoberfläche (40,9% positive Halshautproben) übertragen werden. Frisches Hähnchenfleisch war infolgedessen häufig (31,6% positive Proben) mit Campylobacter spp. kontaminiert und stellt eine wichtige Quelle für Campylobacter-Infektionen des Menschen dar. Im Vergleich zum Zoonosen-Monitoring 2009 waren im Jahr 2011 jedoch deutlich weniger Proben mit den Erregern belastet. Ob sich hieraus bereits ein Trend ableiten lässt, kann erst durch weitere Untersuchungen beurteilt werden.

Listeria monocytogenes

Listeria monocytogenes wurden in Räucherfisch, Rohmilchkäse und wärmebehandelten Fleischerzeugnissen in unterschiedlicher Häufigkeit nachgewiesen. In einigen Fällen wurde dieser Zoonoseerreger auch in Mengen nachgewiesen, die eine potenzielle Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellen. Die höchsten Keimgehalte an Listeria monocytogenes wurden in einzelnen Proben von Räucherfisch sowie von Rohmilchkäse zum Ende der Haltbarkeit gemessen.

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