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Zoonosen-Monitoring

Geflügelfleisch wird häufiger infiziert als Schweinefleisch

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VTEC

Die Untersuchungen von Kotproben aus Mastrinderbeständen (18,5% positive Proben) zeigten, dass Rinder häufig Ausscheider von verotoxinbildenden Escherichia coli (VTEC) sind. Auch in frischem Rindfleisch (1,8% positive Proben) und Rinderhackfleisch (3,8% positive Proben) konnten VTEC nachgewiesen werden. Die Charakterisierung der eingesandten VTEC-Isolate zeigte, dass Mastrinder als mögliche Quelle auch für schwerwiegende VTEC-Infektionen beim Menschen von Bedeutung sind.

MRSA

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) wurden wieder auf allen Stufen der Lebensmittelkette nachgewiesen. Masthähnchenschlachtkörper (48,3% positive Proben) und frisches Hähnchenfleisch (27,7% positive Proben) waren am häufigsten kontaminiert. Nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft ist aber das Risiko einer Übertragung von MRSA über kontaminierte Lebensmittel auf den Menschen als gering anzusehen. Verbraucher sollten dennoch im Umgang mit Lebensmitteln die auch im Hinblick auf andere Zoonoseerreger erforderliche Sorgfalt aufwenden.

Resistenzlage

Die Resistenzuntersuchungen ergaben im Vergleich zum Vorjahr in den meisten Bereichen keine wesentliche Veränderung der Resistenzlage. Auffällig war jedoch der Rückgang der Resistenzraten bei E. coli-Isolaten aus Masthähnchenbeständen. Die eingesandten Campylobacter-Isolate zeigten einen Anstieg der Resistenzraten insbesondere gegenüber Ciprofloxacin, was aus Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes bedenklich ist.

Salmonella-Isolate aus frischem Hähnchenfleisch waren zu 58,3 % resistent gegenüber mindestens einer Wirkstoffklasse. Die Salmonella-Isolate aus Schweinefleisch wiesen höhere Resistenzraten auf als Isolate aus Wildschweinfleisch, die überwiegend sensibel gegenüber den getesteten antimikrobiellen Substanzen waren.

Die Bewertung der bei den Resistenzuntersuchungen ermittelten minimalen Hemmkonzentrationen (MHK) erfolgte anhand der epidemiologischen Cut-Off-Werte. Diese bestimmen den Anteil mikrobiologisch resistenter Isolate und geben frühzeitig Hinweise auf eine beginnende Resistenzentwicklung, erlauben aber keine unmittelbare Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolges bei einer bakteriellen Infektion.

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