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Recruiting Generation Y: Es gibt doch noch Karriereristen

| Redakteur: Matthias Back

Traumtänzer, die keine Lust auf eine große Karriere haben und am liebsten eine Auszeit nach der anderen nehmen. So sehen viele die die Generation Y. Eine Studie des Kienbaum Institut ISM für Leadership und Transformation räumt jetzt mit dieser Sichtweise auf und hat vier Typen der Absolventengeneration 2015 identifiziert.

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Die Absolventen 2015 sind keineswegs nur Träumer oder Freizeitkapitäne: Es gibt darunter auch jede Menge Karrieristen, für die Aufstieg, Status und ein hohes Gehalt zählen.
Die Absolventen 2015 sind keineswegs nur Träumer oder Freizeitkapitäne: Es gibt darunter auch jede Menge Karrieristen, für die Aufstieg, Status und ein hohes Gehalt zählen.
(Bild: CC0 Public Domain/Pixabay)

Vorurteile über die Generation Y mischen sich mit den Sorgen der Arbeitgeber, in einer alternden Gesellschaft keine qualifizierten Nachwuchskräfte mehr zu finden. Auf was sich Arbeitgeber wirklich einstellen müssen, zeigt eine aktuelle Studie des Kienbaum Institut ISM. Dazu wurden rund 600 Hochschulabsolventen zu ihren Zielen, Wertvorstellungen und Erwartungen für das Arbeitsleben befragt. Die Ergebnisse zeigen: Die Generation Y präsentiert sich heterogen und setzt sich aus vier verschiedenen Typen zusammen: Den Erlebnisorientierten, den Ambitionierten, den Orientierungssuchenden und den klassisch Karriereorientierten.

Noch kann man mit klassischen Karriereangeboten punkten

Karriereorientierte und Ambitionierte gehören danach zu den Berufseinsteigern, bei denen Arbeitgeber mit klassischen Karriereangeboten punkten können: Für sie hat Karriere und beruflicher Erfolg nach wie vor einen hohen Stellenwert, der Leistungswille ist sehr ausgeprägt. Beide Typen eigenen sich auch für führende Rollen. Sie machen rund 58 % der aktuellen Absolventen aus.

Erlebnisorientierte (29 %) und Orientierungssuchende (13 %) gehören dagegen zu den Berufseinsteigern, für die die Erwerbstätigkeit derzeit keinen großen Stellenwert in der Lebensplanung einräumt und die keine Führungsposition anstreben.

Die Studie zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Typen auf und gibt Empfehlungen, was Unternehmen zur bestmöglichen Ansprache und Förderung der vier Typen tun können.

Karriereorientierte: Der Job ist (fast) alles

Die Gruppe der Karriereorientierten weist eine hohe Übereinstimmung zum klassischen Bild des ehrgeizigen Berufseinsteigers auf: Das wichtigste Ziel im Leben sind Karriere und Erfolg. Familie, Freunde und Gesundheit haben für den Karriereorientierten zwar auch eine hohe Bedeutung, dennoch hat für ihn die berufliche Weiterentwicklung höchste Priorität. Sein Traum: Eine gut bezahlte Stelle als Führungskraft. Auf dem Weg nach oben motivieren ihn regelmäßiges Lob und Anerkennung von seinem Vorgesetzten. In dieser Gruppe gibt es deutlich mehr Männer als Frauen. Insgesamt zählt jeder fünfte Befragte dazu.

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