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Keynote-Vortrag Generationsunterschiede im eigenen Unternehmen besser verstehen

| Autor / Redakteur: David Franz / Matthias Back

„Babyboomer haben wenig Ahnung von Technik und junge Leute der Generation Y sind sehr ungeduldig.“ Derartige Schubladen sind in der Arbeitswelt weit verbreitet, aber wenig sinnvoll, ist Tamara J. Erickson, Expertin für Change-Management, überzeugt.

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Am Donnerstag, 19. September, präsentiert die mit dem McKinsey Award ausgezeichnete Autorin und renommierte Expertin für Change-Management auf der Messe Zukunft Personal anhand ihrer umfangreichen weltweiten Forschungen einen Gegenentwurf zu dieser Art des Generationendenkens.
Am Donnerstag, 19. September, präsentiert die mit dem McKinsey Award ausgezeichnete Autorin und renommierte Expertin für Change-Management auf der Messe Zukunft Personal anhand ihrer umfangreichen weltweiten Forschungen einen Gegenentwurf zu dieser Art des Generationendenkens.
(Bild: Zukunft Personal)

„Viele Menschen nähern sich dem Thema Generationen, indem sie auf Stereotypen zurückgreifen“, hat Tamara J. Erickson beobachtet. „Ich versuche eine andere Sichtweise zu propagieren: Über Generationenunterschiede zu sprechen ist ein Weg, die Berechtigung und Logik hinter der sozialen Vielfalt aller Individuen zu verstehen.“

Diese Vielfalt am Beispiel von Geschlechts- und Kulturunterschieden zu veranschaulichen, sei viel heikler: Schnell werde dabei die Grenze der „Political Correctness“ überschritten, meint die Expertin, die Thinkers 50 bereits zweimal unter die 50 weltweit einflussreichsten Managementvordenker gewählt hat. Mithilfe von Generationendenken lasse sich die Bedeutung von Diversity für Unternehmen leichter nachvollziehen.

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Über Tamara J. Erickson

Die mit dem McKinsey Award ausgezeichnete Autorin und renommierte Expertin für Change-Management Tamara J. Erickson wurde von Thinkers 50 bereits zweimal unter die 50 weltweit einflussreichsten Managementvordenker gewählt. Ihre Arbeit basiert auf fundierten Forschungen zum demografischen Wandel, zu Mitarbeiter-Werten und zur erfolgreichen Kollaboration in Organisationen. Sie gilt darüber hinaus als Expertin für die Veränderungen in der Arbeitswelt durch moderne Technik.

Die Gründerin und CEO des Beratungsunternehmens Tammy Erickson Associates hat eine Trilogie zum Thema Generationendenken am Arbeitsplatz veröffentlicht: „Retire Retirement: Career Strategies for the Boomer Generation“, „Plugged In: The Generation Y Guide to Thriving at Work“ und „What’s Next, Gen X? Keeping Up, Moving Ahead, and Getting the Career You Want”.

Re-generation und Generation Y mischen die Arbeitswelt auf

In jüngster Zeit hat Tammy Erickson viele unter 17-Jährige zu ihrer Weltanschauung befragt und für diese Altersgruppe den Begriff Re-generation geprägt. „Re-gens sind in Zeiten einer Wirtschaftskrise aufgewachsen. Deswegen sind sie in Bezug auf ihre Finanzen konservativer als andere Generationen“, erklärt die Unternehmensberaterin.

Ihr Denken sei zudem durch eine hohe Sensibilität für Umweltprobleme geprägt. Sie machten sich viele Gedanken darüber, wie sie Güter auf innovative Weise teilen und wie sie klassische Besitzmodelle umgehen könnten, indem sie handeln, tauschen, leihen oder leasen. „Re-gens sind von der Mentalität her eher Mieter als Eigentümer und sehr offen dafür, ihr Wissen mit anderen zu teilen.“

Im Gegensatz dazu seien die Vertreter der Generation Y ziemliche Optimisten, die sich offen für klassische Karrierewege zeigten. Ein weiterer Unterschied: Während die Nachwuchskräfte aus der Generation Y sich als Technologieführer sähen, hätten die Re-gens von klein auf erlebt, dass auch ihre Eltern gut mit Technik umgehen könnten. „Also gehen sie auch am Arbeitsplatz davon aus, dass jeder im Internet auf ähnliche Art kommuniziert, wie sie es tun.“

Diese Merkmale sollten Unternehmen allerdings nicht in unterschiedliche Personalkonzepte für die Generation ummünzen, sondern dafür nutzen, ihre Arbeitsabläufe zu überdenken.

In punkto IT-Infrastruktur seien viele Betriebe gar nicht so schlecht auf die jungen Generationen vorbereitet. Aber es fehle häufig an einer offenen Haltung gegenüber der Andersartigkeit von Kollegen und an klaren allgemeinverbindlichen Regeln.

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