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Workshop am 16. und 17. März Gerüchen und Emissionen von Kunststoffen auf der Spur

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Nicht nur Neuwagenbesitzern ist dieses Phänomen bekannt – Kunststoffe produzieren Gerüche und Emissionen. Am Institut für Werkstofftechnik/Kunststofftechnik der Universität Kassel beschäftigt sich der zweitätige Workshop „Odour and Emissions of Plastic Materials“ mit dieser Thematik. Am 16. und 17. März 2015 findet bereits die 17. Auflage dieser Veranstaltung statt.

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Eine geschulte Nase ist ein extrem sensitives „Analyseinstrument“.
Eine geschulte Nase ist ein extrem sensitives „Analyseinstrument“.
(Bild: Universität Kassel)

Kassel – Kern und roter Faden des zweitägigen, seit 1999 turnusmäßig jedes Jahr durchgeführten Workshops „Odour and Emissions of Plastic Materials“ bilden Vorträge von Anwendern, die sich in ihrer Praxis technisch und applikativ mit der Bestimmung von Gerüchen/Fehlgerüchen und Emissionen aus Kunststoffen und anderen Materialien beschäftigen. Flankiert wird die Veranstaltung durch eine Präsentation von Unternehmen, die sich auf die Untersuchung und Bestimmung von Polymeren, Additiven und Materialemissionen spezialisiert haben, darunter namhafte Hersteller von Analysegeräten. Der Workshop richtet sich an alle interessierten Anwender und Hersteller, die Kunststoffe herstellen oder weiterverarbeiten. Ein besonderer Fokus liegt auf Gegenstände, die in Wohn-, Büro- und Autoinnenräumen und in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen.

21 Vorträge und Referate

Im Rahmen der insgesamt 21 Vorträge und Referate werden am ersten Tag des Workshops unter anderem das „Emissionsverhalten von ABS und PP nach thermisch-oxidativer Beanspruchung“ thematisiert und welche Rolle Bakterien bei der Entstehung von Gerüchen im Auto spielen. Die Bestimmung von Gerüchen nimmt einen hohen Stellenwert ein. Vorgestellt werden die Resultate von Ringversuche, namentlich „zur VDA 270“ sowie „zur Einführung von Geruchsmessungen in die Bewertung von Bauprodukten entsprechend der DIN ISO 16000-28“. Ebenfalls erhalten die Teilnehmer des Workshops Einblick in ein Forschungsvorhaben, das auf die „sensorische Bewertung von Bauprodukten und Innenräumen“ fokussiert. Abschließend wird die Frage erörtert, ob das Umweltsymbol „Blauer Engel“ Verbrauchern und Herstellern eine Orientierung bietet in Bezug auf emissionsarme Produkte.

„Bewertungskonzepte für Emissionen in Innenräumen speziell für kunststoffbedingte VOC-Emissionen“ bilden den Auftakt von Tag zwei des Workshops, gefolgt von der Bestimmung von Materialemissionen in Reinräumen. „Sensorische Methoden zur Geruchsbewertung“ werden beleuchtet ebenso der Einfluss von Recyclaten auf das Emissionsverhalten von Kunststoffen. Warum riechen Naturfasern, welchen Einfluss haben Additive und Prozessschritte auf die olfaktorische Wirkung biobasierter Kunststoffen und was hat Mathematik mit Riechen zu tun – der 17. Workshop „Odour und Emissions of Plastic Materials“ an der Universität Kassel gibt Aufschluss, auch darüber, wie sich die instrumentelle Analytik mit der Humansensorik kombinieren lässt.

Mehr Information finden Sie im pdf, was Sie sich in unserem Download-Bereich herunterladen können.

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