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VAA-Umfrage Gehalt Gesamteinkommen der Führungskräfte in der Chemie steigt um vier Prozent

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Die Gesamteinkommen der Führungskräfte im mittleren Management in der chemischen Industrie stiegen 2013 um durchschnittlich vier Prozent. Dabei fielen die Bonuszahlungen gegenüber dem Vorjahr gleich hoch aus. Dies ist das Ergebnis der jährlichen Einkommensumfrage des Führungskräfteverbandes Chemie VAA.

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Um durchschnittlich vier Prozent stieg das Gesamteinkommen der Führungskräfte im mittleren Management in der chemischen Industrie im vergangenen Jahr an.
Um durchschnittlich vier Prozent stieg das Gesamteinkommen der Führungskräfte im mittleren Management in der chemischen Industrie im vergangenen Jahr an.
(Bild: Andrey Popov/Fotolia.com)

Köln – Für einen Großteil der Führungskräfte in der chemischen Industrie ist die Steigerung des Gesamteinkommens im Jahr 2013 auf Zuwächse im Fixeinkommen zurückzuführen. Im Durchschnitt lag das Gesamteinkommen 2013 in der chemischen Industrie bei rund 127.000 Euro und ist entsprechend im Vergleich zum Jahr 2012 um knapp 4,0 % gestiegen. Die Fixeinkommen stiegen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 3,3 %.

Während die variablen Bezüge 2013 um durchschnittlich 1,9 % auf 21.000 Euro stiegen, erzielte eine Führungskraft im mittleren Management eines Großunternehmens mit mehr als 10.000 Mitarbeitern einen durchschnittlichen Bonus, der gegenüber dem Vorjahr nur sehr geringe oder gar keine Zuschläge aufwies. Ein Teil der Steigerung des Gesamteinkommens ist außerdem auf Erlöse aus sonstigen Einkommensbestandteilen wie Mitarbeiteraktien zurückzuführen.

18.000 Mitglieder wurden für die VAA-Gehaltsstudie befragt

„Wie in den Jahren zuvor fallen die Einkommenssteigerungen bei angestellten Führungskräften maßvoll aus“, betont der 2. Vorsitzende des VAA Rainer Nachtrab. Neben einer persönlichen Zielerreichung ist die variable Vergütung der Führungskräfte in der chemischen Industrie an der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Nach einem guten Start spiegelt sich daher ein weiterer mäßiger Jahresverlauf in der wirtschaftlichen Entwicklung in der chemischen Industrie in den Bonuszahlungen wider, so Nachtrab.

In seiner aktuellen, von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleiteten Studie zur Einkommenssituation von Führungskräften in der chemisch-pharmazeutischen Industrie und den angrenzenden Branchen hat der VAA insgesamt 18.000 Mitglieder befragt. Mit der Einkommensumfrage liefert der Verband einen einzigartigen Überblick über die Gehaltsentwicklung in der Chemiebranche. Dazu VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch: „Neben einer empirisch gesicherten Längsschnittbetrachtung zu den Entgeltbestandteilen und deren Entwicklung ermöglicht die Studie den Vergleich einer homogenen Gruppe von Teilnehmern.“

Den Studienergebnissen zufolge setzt sich das Gesamteinkommen der Führungskräfte zu 81 % aus dem Fixgehalt, zu 15 aus Bonuszahlungen und zu 4 % aus sonstigen Gehaltsbestandteilen zusammen. „Im Vorjahresvergleich hat sich diese Einkommensstruktur von Führungskräften nicht verändert“, erläutert der Vorsitzende der VAA-Kommission Einkommen Dieter Jorra.

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