English China

Trockenstress Getreide mit geringerem Trockenstress züchten

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Wissenschaftler am Julius Kühn-Institut wollen in einem dreijährigen Projekt untersuchen, wie sich Toleranz des Weizens gegenüber abiotischem Stress verbessern lässt. Mykorrhiza-Pilze im Wurzelbereich könnten Getreidepflanzen helfen, Trockenstress besser zu überstehen.

Anbieter zum Thema

Wurzel mit umgebender Mykorrhiza (Auflösung: 200x). (Bild: Julius Kühn-Institut)
Wurzel mit umgebender Mykorrhiza (Auflösung: 200x). (Bild: Julius Kühn-Institut)

Quedlinburg – Der Klimawandel wird in unseren Breiten u.a. mit der Zunahme von Trocken- und Hitzeperioden in den Frühsommer- bzw. Sommermonaten einher gehen. Auch unter diesen Bedingungen soll die Weizenernte in der geforderten Menge und Qualität eingefahren werden können. Spezielle Mykorrhiza-Pilze im Wurzelbereich könnten der Getreidepflanze helfen, diesen Stress besser zu überstehen. Das wollen die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts in einem neuen Projekt untersuchen. Das Projekt wird aus Mitteln des „Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums gefördert. Gemeinsam mit Züchtern des ökologischen Landbaus führt das JKI in den nächsten drei Jahren Versuche im Gewächshaus und Freiland durch.

Pilze ermögliche effektivere Nutzung des Wassers

Den Arbeiten liegt die Annahme zu Grunde, dass mit den Pflanzenwurzeln vergesellschaftete Pilze es den Pflanzen ermöglichen, besser schwerlösliche Nährstoffe zu mobilisieren und das vorhandene Wasser im Boden effektiver zu nutzen. Die Forscher wollen deshalb gezielt nach Unterschieden in der so genannten Mykorrhizierbarkeit bei den zu untersuchenden Sorten und Genbank-Herkünften Ausschau halten. Sollten sich einige Pflanzen als „besser vernetzt“ mit den Mykorrhiza-Pilzen herausstellen, könnten sie als Ausgangspunkt für die züchterische Anpassung des Weizens an zukünftige Produktionsbedingungen dienen.

(ID:28312140)