English China
Suchen

Science4Life Gewinner des 10. Science4Life-Venture-Cups stehen fest

Redakteur: Olaf Spörkel

Am 17. Juni wurden die Preisträger des Science4Life-Venture-Cups in Frankfurt ausgezeichnet. Die Bandbreite der Businessideen reichte von innovativen Zelltherapeutika über Lab-on-a-Chip-Systeme bis zu Sehhilfen für Erblindete.

Firmen zum Thema

Zehn Unternehmen wurden für ihre Gschäftsideen mit dem diesjährigen Science4Life-Preis ausgezeichnet.
Zehn Unternehmen wurden für ihre Gschäftsideen mit dem diesjährigen Science4Life-Preis ausgezeichnet.
( Bild: Science4life )

Frankfurt a.M. – Die Gewinnerteams des diesjährigen Science4Life-Venture-Cups nahmen ihre Auszeichnungen im Rahmen einer Feierstunde in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank aus den Händen von Dr. Alois Rhiel, hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, und Prof. Werner Kramer, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung bei Sanofi-Aventis, entgegen.

Im Jahr 1998 als Non-Profit Organisation ins Leben gerufen, zeichnet sich die Jubiläumsrunde des deutschlandweit größten branchenspezifischen Businessplanwettbewerbs durch einen Teilnehmerrekord mit 60 Businessplänen aus, die aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich, der Schweiz und den USA eingereicht wurden.

Bildergalerie

Die Gewinner des Science4Life Venture Cups 2008 sind:

  • t2cure (Frankfurt) – 1. Preis, dotiert mit 30.000 Euro
  • EpiRet (Gießen) – 2. Preis, dotiert mit 15000 Euro
  • EBS Technologies (Berlin) – 3. Preis, dotiert mit 5000 Euro
  • SurgicEye (München) – 4. Preis, dotiert mit 3000 Euro
  • Magna Diagnostics – 5. Preis, dotiert mit 3000 Euro

Die Plätze 6 bis 10, dotiert mit jeweils 2000 Euro gingen an: Anthronics (Heimsheim), Apeptico R&D Company (Wien/Österreich), Edelio (München), Pylorix Biotech GmbH (München) und Warburg Glycomed GmbH (Erkrath).

Alle Businesspläne wurden von der Jury auf ihre Konkurrenzfähigkeit am Markt sowie zukünftigen Erfolgschancen hin verglichen. Am Ende überzeugte t2cure aus Frankfurt mit ihrem Produkt die Jury am meisten und eroberte sich den mit 30.000 Euro dotierten ersten Platz des Science4Life Venture Cups. Das Unternehmen entwickelt autologe Zelltherapeutika, die aus dem Knochenmark von erkrankten Patienten gewonnen werden und zur Behandlung von akuten und chronischen Herzerkrankungen angewendet werden. Das Unternehmen steht bereits mit nationalen und europäischen Zulassungsbehörden in der Diskussion und hat auch schon exklusive Herstellverträge mit einem Lohnhersteller abgeschlossen.

Stetige Weiterentwicklung bei Science4Life

Begeistert zeigten sich der hessische Wirtschaftsminister Dr. Rhiel und Sanofi-Aventis Geschäftsführer Prof. Kramer vom nachhaltigen und immer noch wachsenden Erfolg der Gründerinitiative, die nach eigenen Angaben gerade die zehnte Wettbewerbsrunde als erfolgreichste seit ihrem Bestehen abgeschlossen hat. 360 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem Ausland haben sich beteiligt, allen voran Teams aus Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Sie reichten 88 Geschäftsideen in der Konzeptphase ein sowie 60 detaillierte Businesspläne in der zweiten Phase des Wettbewerbs aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, IT, Pharma und Chemie.

WirtschaftsministerDr. Rhiel zog in seiner Rede eine positive Bilanz der Gründerinitiative: „Science4Life ist eine nunmehr zehnjährige Erfolgsgeschichte, weil wir die Gründer sehr wirkungsvoll bei der Umsetzung ihrer Ideen in marktfähige Produkte und beim erfolgreichen Aufbau des Unternehmens unterstützen. Die Teilnahme an Science4Life und ein gutes Abschneiden gilt bei Investoren als Gütesiegel. Unser in einer beispielhaften Public-Private-Partnership mit Sanofi Aventis verfolgtes Ziel, auf der Basis des starken Pharma- und Chemiestandortes Hessen etwas für das Gründungsklima, die Gründer und die weitere Entwicklung junger Unternehmen in den Life Sciences und der Chemie zu tun, haben wir erfolgreich erreicht.“

„Dass wir nach zehn Jahren auf fast 300 Unternehmen blicken können, die mithilfe von Science4Life gegründet wurden und dass damit mehr als 2000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, hätten wir in der Tat am Anfang nicht zu hoffen gewagt“, freut sich auch der Schirmherr seitens Sanofi-Aventis Prof. Kramer und fügt hinzu: „Das dokumentiert den Professionalisierungsbedarf, den die Gründerszene in den Life Sciences hatte und auch weiter hat und dass Science4Life als spezialisierter Verein und Beratungsstelle für Unternehmen diesen Bedarf abdeckt.“

Seit zehn Jahren unterstützt und betreut Science4Life die Gründung neuer Unternehmen im Rahmen der einzigartigen Kooperation zwischen dem Bundesland Hessen und dem weltweit agierenden forschenden Arzneimittelunternehmen Sanofi-Aventis. Dabei wuchs Science4Life stets mit der Zeit und entwickelte sich erfolgreich weiter. Erstmals in dieser Runde fanden zum Beispiel Online-Seminare statt. Damit ist sichergestellt, dass jeder die Möglichkeit erhält, am Wettbewerb teilzunehmen, auch ohne größeren Reiseaufwand.

Nächste Konzeptphase startet im September 2008

Neugründern steht der Einstieg in den Science4Life-Venture-Cup vom 1. September 2008 an wieder offen. Dann beginnt die elfte Wettbewerbsrunde.

(ID:259361)