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Sicherheitsschränke Grifflose Sicherheitsschränke für Untertische vereinfachen das Gefahrstoffhandling

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Um Chemikalienflaschen sicher aus einem Gefahrstoffschrank zu entnehmen, ist oftmals eine ruhige und geübte Hand gefordert. Auch der Überblick geht häufig verloren, wenn zahlreiche Gebinde bei schlechtem Licht auf kleinem Raum zusammenstehen. Sicherheitsschränke mit grifflosen Flügeltüren und ausfahrbaren Auszugswannen von Düperthal sollen dagegen Abhilfe schaffen.

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Die UTS Ergo Line lässt sich perfekt in Abzüge integrieren.
Die UTS Ergo Line lässt sich perfekt in Abzüge integrieren.
(Bild: Düperthal)

Welcher Labormitarbeiter kennt die Situation nicht – man hantiert mit verschiedenen Chemikalienflaschen, hat das Lösungsmittel vergessen und beim Blick in den Sicherheitsschrank unter dem Abzug schaut man auf zahlreiche Gebinde, die sich kaum voneinander unterscheiden. Und wenn sich dann die gewünschte Chemikalie auch noch im hintersten Eck des Schranks versteckt, muss jede Flasche einzeln hervorgeholt werden, bis man die richtige in den Händen hält.

Dieses Problem löst Düperthal jetzt mit neuen Sicherheitsschränken für Untertische. Die UTS Ergo Line ist mit „Push-to-open“-Flügeltüren ausgestattet, die sich öffnen, wenn man auf einen „Push“-Button drückt, der sich auf der Türfront befindet. Ein weiterer Vorteil erschließt sich dem Labormitarbeiter, wenn er den Schrank öffnet. Gehen die Türen auf, fährt automatisch die Auszugswanne aus dem Innenraum dem Anwender entgegen. Somit ist jeder Gefahrstoff in einer optimalen Greifweite und die Gebinde können mit beiden Händen eingestellt und entnommen werden. Zudem bietet die Technik einen guten Überblick über den Bestand des Sicherheitsschranks. Die Lagerfläche bleibt dabei unverändert gegenüber älteren Varianten.

Innenausstattung

Die Innenausstattung und das Zubehör kann beim Kauf individuell bestimmt werden. Die Modelle sind mit automatisch ausfahrenden Auszugswannen, Bodenauffangwannen oder in Kombination erhältlich. Als Baumaterial für die Inneneinrichtung wählt der Kunde zwischen gepulvertem Stahlblech oder Edelstahl. Die Farbe der Türen ist entweder RAL 1018 zinkgelb oder RAL 7035 lichtgrau. Wer elektronische Zugangssysteme gegenüber klassischer Schließtechnik vorzieht, kann auf das Modular Protection System (MPS) setzen. Mit dem MPS erfolgt die Türentriegelung über RFID-Benutzerkarte. Zusätzlich ist eine zeitgesteuerte Selbstschließung der Türen möglich.

Neue Sicherheitsfeatures

Um ein Anstoßen der Füße am Sockel der Untertisch-Schränke zu vermeiden, haben die Hersteller den Toekick-Sockel entworfen. Bisher waren die Sockel oftmals niedrig und frontbündig mit dem Schrank abgeschlossen. Bei der Düperthal-Variante sind sie 85 Millimeter hoch und 50 Millimeter zurückgesetzt, damit für Schuhe genügend Freiraum bleibt. Der Labormitarbeiter kann dadurch näher und Stand sicher am Abzug arbeiten.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal stellt die Sockelabsaugung dar, die Schadstoffdämpfe erfasst. Zur leichten Installation im Untertisch ist der Sicherheitsschrank mit einem Rollensatz ausgestattet. Damit kann der Schrank auch noch nachträglich in vorhandene Laboreinrichtungen eingebaut werden.

Ein weiteres Plus in Sachen Sicherheit bietet die durchgängige Erdung gemäß den Anforderungen der TRBS 2153 und der Richtlinien der Berufsgenossenschaften BGR 132 „Vermeidung von Zündgefahren“. Diese elektrische Verbindung mit dem Erdboden entsteht, indem alle metallenen Bauteile im Schrankinnenbereich, z.B. Auszugswanne und Lochblecheinsatz, leitfähig miteinander verbunden sind. Auf der Schrankrückseite befinden sich vorbereitete Erdungsanschlüsse, die es dem Anwender ermöglichen, das System an die Erdung anzuschließen und so einer statischen Aufladung vorbeugen.

Auch für den Brandfall wurde vorgesorgt: Dann schließt ein Thermoelement die Flügeltüren, wenn der Schrank geöffnet ist. Mit der Klassifizierung Typ 90 gemäß DIN EN 14470-1 bietet der Innenraum eine Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Minuten. Dieses Sicherheitsfenster garantiert der Brandkammertest der Materialprüfanstalt MPA.

Ein Video auf der Webseite von Düperthal beweist die Feuerfestigkeit. Die Schränke erfüllen auch alle weiteren norminativen Anforderungen sowie die Qualitätsnorm DIN EN 14727 für Labormöbel. Somit ist es möglich, brennbare Flüssigkeiten nach TRbF 20 Anhang L zu lagern. Tüv Süd hat die Bauweise bereits mit dem GS-Zeichen und dem High-Quality Gütesiegel für gehobene Ausführung, Benutzerfreundlichkeit und erhöhte Lebensdauer ausgezeichnet.

* Kontakt Düperthal Sicherheitstechnik: Tel. +49 (0) 61 88/91 39 0

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