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Länderreport Belgien Hafen der Chemieindustrie

| Autor / Redakteur: Max-Helmut Semich, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Während das Wachstum der Chemieindustrie in Belgien etwas einschläft, ist das Land mit seinen Häfen ein wichtiger Knotenpunkt für Exporte und Importe der europäischen Großkonzerne.

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(Bild: wikimedia commons)

Bonn/Brüssel – Die belgische Chemiebranche erwartet 2012 nur noch ein moderates Wachstum. Als internationale Branchendrehscheibe ist das Land eng mit der nachlassenden Entwicklung der Weltmärkte verbunden. Knapp die Hälfte der industriellen Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Landes entfällt auf den Chemiesektor.

Deutschland ist ein wichtiges Partnerland. Der bilaterale Außenhandel mit Chemieerzeugnissen dürfte 2012 etwas an Dynamik verlieren, die Perspektiven sollten sich aber 2013 verbessern.

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Marktentwicklung/-bedarf

Die Umsätze der Chemiebranche Belgiens wuchsen 2010 um rund 16 Prozent und legten 2011 um geschätzte acht Prozent auf 56,0 Milliarden Euro zu. Für 2012 wird eine Abschwächung der Branchenkonjunktur erwartet. Die ausgereifte Infrastruktur und Logistik dürfte dem Standort jedoch immer noch einen Vorsprung bewahren.

Belgien verfügt nach Houston/USA über den weltweit führenden internationalen Petrochemiecluster rund um den Hafen Antwerpen. Viele nichteuropäische Hersteller und Händler von Chemieprodukten bedienen die Märkte Europas von Belgien aus.

Die Experten des belgischen Branchenverbandes Essenscia rechnen für 2012 nur noch mit moderaten Zuwachsraten. Die Umsatzrückgänge im Pharmasegment werden sich fortsetzen, da der Strukturwandel dort noch nicht abgeschlossen ist.

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