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Gaschromatographie Handliche Gaschromatographen für Labor und Prozess

Autor / Redakteur: Dr. Thomas Schmidt / Dr. Ilka Ottleben

Auch bei der Gaschromatographie (GC) haben Mikrosystemtechnik und Modularität Einzug gehalten. Mikro-Module machen die Routine-GC fit sowohl für den portablen Einsatz im Feld als auch zur Montage im Prozess.

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Die Micro-Box III im Testeinsatz
Die Micro-Box III im Testeinsatz
( Bild: SLS Micro Technology )

Mikrosystemtechnik und ein modulares Design sollen Gaschromatographen Einsatzmöglichkeiten erschließen, die konventionellen Geräten bisher verschlossen blieben. Aus dieser Erkenntnis von Dipl.-Kfr. Marge Külavir, Marketing-Managerin bei SLS Micro Technology, resultiert die jüngste Entwicklung des Unternehmen: Komplettlösungen für die Routine-Gaschromatographie, deren Herzstück das patentierte Micro-GC-Modul GCM 5000 bildet. Diese jüngste Produktfamilie des Unternehmens besteht derzeit aus zwei verschiedenen Ausführungen: Micro-Box I und III. Zwei weitere Versionen – Micro-Box II und IV – sollen noch in diesem Jahr die Modellreihe vervollständigen (siehe Tabelle).

Alle Micro-Boxen lassen sich über das mitgelieferte Netzteil an jeder 220 V-Steckdose betreiben. Die durchschnittliche elektrische Leistungsaufnahme liegt bei 20 W. Das Micro-GC-Modul bringt auf einer einzigen Platine alle Kernkomponenten eines Gaschromatographen unter: den Injektor für Probenvolumina zwischen 50 nl und 6 µl, der zusätzlich Mehrfachinjektion erlaubt, wahlweise Dünnschicht- oder gepackte Trennsäule in Ätztechnik und einen winzigen Wärmeleitfähigkeitsdetektor (WLD). Auch die Mikroprozessortechnik für die Steuerung des Moduls, Auswertung und Speicherung von Messdaten sowie Ansteuerung der Schnittstellen befindet sich auf der Platine.

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Micor-Boxen bieten integrierte Trägergasversorgung

Überall dort, wo im Labor oder im Feld wiederkehrende Aufgaben in der Gasanalyse erledigt werden müssen, wo auch Nicht-Spezialisten Routineanalysen einfach und zuverlässig durchführen sollen und unabhängig von einer zentralen Trägergasversorgung gemessen werden soll, sind die Micro-Boxen I und II eine kompakte Alternative zu traditionellen Labor-Gaschromatographen. Einmal für die jeweilige Messaufgabe parametrisiert, lassen sie sich einfach als „black box“ handhaben. Die kleinen und leichten Portables liefern in Minutenschnelle verlässliche Daten, etwa für die Qualitätskontrolle, die mobile Umweltanalyse in Messfahrzeugen sowie die offline-Prozessüberwachung.

Die tragbaren Modelle I und II verfügen über einen internen Trägergasvorrat in Form einer handelsüblichen, ein Liter enthaltenden Druckdose mit 12 bar Innendruck. Bei einem mit einer Dünnschicht-Trennsäule ausgestatteten GC-Modul ermöglicht sie rund 14 Tage Dauerbetrieb. Selbst beim Einsatz von gepackten Trennsäulen sind mehrere Tage Dauerbetrieb möglich.

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