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Heterogene Katalyse Hans-Joachim Freund erhält Karl-Ziegler-Preis 2011

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Der mit 50 000 Euro dotierte Karl-Ziegler-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird in diesem Jahr anlässlich der Eröffnung des Wissenschaftsforums Chemie in Bremen am 4. September an Professor Dr. Hans-Joachim Freund, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, verliehen. Freund erhält diese Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten zum Verständnis der molekularen Grundlagen der heterogenen Katalyse

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Hans-Joachim Freund erhält den Karl-Ziegler-Preis 2011 für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der heterogenen Katalyse. (Bild: Mitch Jacobi)
Hans-Joachim Freund erhält den Karl-Ziegler-Preis 2011 für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der heterogenen Katalyse. (Bild: Mitch Jacobi)

Frankfurt – Mit der Verleihung des Karl-Ziegler-Preises sollen vor allem Freunds Arbeiten zur Wechselwirkung von Molekülen mit Metalloxidoberflächen und mit Metall- und Metalloxidnanopartikeln auf diesen Oberflächen gewürdigt werden. Damit hat sich Freund einen unstrittigen Platz unter den internationalen Spitzenforschern der Physikochemiker erworben, heißt es in einer Pressemeldung der GDCh.

Indem er Metall- und Metalloxidnanopartikel auf Oxidoberflächen strukturell charakterisierte, gelang ihm der Nachweis von Teilchengrößeneffekten bei katalytischen Reaktionen sowohl im Ultrahochvakuum als auch bei Umgebungsbedingungen. So hat er u.a. die elektronischen Eigenschaften von zweiwertigem Nickel und von dünnen epitaktischen Nickeloxid-Filmen sowie Reaktionen von Molekülen auf Chromoxidoberflächen untersucht. Die kontrollierte Präparation dieser Oxidfilme und von Metall- und Metalloxidnanopartikeln auf diesen Filmen gehört zu den großen Erfolgen seiner Abteilung für Chemische Physik am Fritz-Haber-Institut. An solchen Modellsystemen für die heterogene Katalyse mit Metall- und Metalloxidkatalysatoren, die auf Metalloxidträgern dispergiert sind, sollen die Beziehungen zwischen Struktur und Reaktivität dieser Aktivkomponenten/Träger-Systeme aufgeklärt und damit grundsätzliche Fragestellungen der heterogenen Katalyse beantwortet werden.

Elektronenspinresonanz- und Rastertunnelspektroskopie sowie Spektro-Mikroskop SMART ermöglichten Analysen

Methodisch hat Freunds Abteilung insbesondere die Elektronenspinresonanz (ESR) weiterentwickelt. So gelang es, das weltweit erste ESR-Spektrum eines Metallatoms auf einer Einkristalloberfläche unter Ultrahochvakuum-Bedingungen aufzunehmen. Freund und seine Mitarbeiter am Fritz-Haber-Institut erzielten ferner mit der Rastertunnelspektroskopie und insbesondere mit dem hochauflösenden Spektro-Mikroskop SMART, das mit Kooperationspartnern geplant und beim Elektronensynchrotron BESSY II aufgebaut wurde, herausragende Ergebnisse bei der Untersuchung dynamischer Prozesse von Molekülen an Oberflächen.

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