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Führungswechsel bei Lanxess Heitmann geht, Zachert kommt

| Redakteur: Gerd Kielburger

Die Nachricht des Wochenendes: Lanxess-Chef Axel C. Heitmann verlässt das Spezialchemieunternehmen Lanxess. Heitmann geht bereits Ende Februar. Sein Nachfolger wird Matthias Zachert, der bei Merck Finanzvorstand ist.

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Abrupter Ausstieg bei Lanxess: Axel C. Heitmann hat aus dem ehemals schwächelnden Bayer-Chemieportfolio mit gleichzeitig milliardenschweren Schuldenberg den heutigen Dax-Konzern Lanxess geformt.
Abrupter Ausstieg bei Lanxess: Axel C. Heitmann hat aus dem ehemals schwächelnden Bayer-Chemieportfolio mit gleichzeitig milliardenschweren Schuldenberg den heutigen Dax-Konzern Lanxess geformt.
(Bild: Lanxess )

Köln – Führungswechsel beim Spezialchemiekonzern Lanxess: Das teilte der Aufsichtsrat am Sonntagabend mit. Axel.C. Heitmann geht Ende Februar und überlässt Merck-Finanzvorstand Matthias Zachert das Feld, der das Amt spätestens zum 15. Mai 2014 übernehmen soll.

Zachert kennt das Unternehmen bestens, war er doch bereits von 2004 bis 2011 Finanzvorstand bei Lanxess, bevor er zu Merck nach Darmstadt wechselte, um dort die Finanzen zu leiten.

Über die Gründe des abrupten Führungswechsels bei Lanxess lässt sich nur spekulieren. Branchenkenner vermuten, dass die Abberufung Heitmanns aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens zwischen dem Vorstandvorsitzenden und dem Aufsichtsrat erfolgt.

Heitmann leitet das Unternehmen seit der Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern im Jahr 2004 und hat aus einem ehemals schwächelnden Chemieportfolio mit gleichzeitig milliardenschweren Schuldenberg den heutigen Dax-Konzern geformt.

Lanxess-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Stomberg sprach Heitmann dafür seinen großen Dank und seine hohe Anerkennung auch im Namen aller Mitarbeiter aus. Heitmann habe den Konzern seit Gründung des Unternehmens durch konsequente Restrukturierung und strategische Portfoliomaßnahmen maßgeblich geprägt und zu einem weltweit führenden Spezialchemie-Konzern mit beachtlichen Erfolgen geformt.

Lanxess stehe vor großen Herausforderungen, beispielsweise hinsichtlich Marktkapazitäten und Geschäftsportfolio. Erst im vergangenen Jahr gab der Konzern bekannt bis Ende 2015 1000 der weltweit 17 500 Mitarbeiter abbauen zu wollen – 300 davon in Deutschland. Der Aufsichtsrat halte deshalb den Zeitpunkt für gekommen, einer neuen Führung Verantwortung zu übertragen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Zachert habe in seiner Zeit als Finanzvorstand von Lanxess hervorragende Arbeit geleistet und genieße sowohl unter Mitarbeitern als auch Kapitalmarktvertretern hohes Ansehen, so Stomberg.

Für Merck kommt die Entscheidung Zacherts offenbar überraschend. Sowohl Frank Stangenberg-Haverkamp, der dem Merck-Familienrat vorsitzt als auch Vorstandsvorsitzer Karl-Ludwig Kley, bedauerten das Ausscheiden des Finanzvorstands. Branchenkennern zufolge galt der 46jährige Zachert als möglicher Nachfolger Kleys.

Bis zum Eintritt Zacherts in den Vorstand werde Lanxess-Finanzvorstand Bernhard Düttmann die Aufgaben des bisherigen Vorstandsvorsitzenden wahrnehmen, heißt es in der aktuellen Lanxess-Pressemitteilung.

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