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Auszeichnung für Prof. Dr. Günther Wess Helmholtz-Forscher erhält Bayerischen Verdienstorden

Redakteur: Doris Popp

Für seine langjährigen Verdienste um den Wissenschaftsstandort München im Allgemeinen und das Helmholtz Zentrum München im Besonderen wird Prof. Dr. Günther Wess heute mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt. Die feierliche Verleihung findet im Antiquarium der Residenz München statt.

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Prof. Dr. Günther Wess wird mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt.
Prof. Dr. Günther Wess wird mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt.
(Bild: Helmholtz Zentrum München)

München – Seit 2005 leitet Günther Wess als wissenschaftlicher Geschäftsführer die Geschicke des Helmholtz Zentrums München. Vor allem dessen langfristige wissenschaftliche Weiterentwicklung und strategische Fokussierung gehört zu seinen großen Leistungen: Unter seiner Leitung widmete sich die Forschung des Zentrums immer stärker dem Kampf gegen Volkskrankheiten und konnte sich in verschiedenen Bereichen bereits einen bedeutenden Namen machen.

Das Alleinstellungsmerkmal des Zentrums, Gesundheitsforschung maßgeblich an Volkskrankheiten (Diabetes, Lungenerkrankungen, Allergien, Asthma) und unter Berücksichtigung von Umwelteinflüssen einerseits, genetischen Einflüssen andererseits durchzuführen, geht maßgeblich auf seine Vision zurück. So zählt die Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München mittlerweile zur Weltspitze.

Auch die wirtschaftliche Wertschöpfung für die Region lag Wess dabei stets am Herzen. Entsprechend fördert er systematisch die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Innovationen und Ausgründungen und engagierte sich zudem beim Verband der Bayerischen Wirtschaft, dessen Zukunftsrat er seit 2014 angehört. Darüber hinaus liegt dem promovierten Chemiker stets die Nachwuchsförderung sehr am Herzen: Über Jahre arbeitete er gezielt an der Attraktivität des Standorts für die nächsten Forschergenerationen, legte entsprechende Förderprogramme auf und lotste zahlreiche Spitzentalente in die bayerische Landeshauptstadt.

„Der Orden und die Aufnahme in den ausgesuchten Kreis von Trägern bedeutet mir persönlich sehr viel: Zum einen als Anerkennung meiner Arbeit für die Medizin der Zukunft, zum anderen aber auch als Wertschätzung des Landes Bayern, was mir über die Jahre eine neue Wahlheimat geworden ist“, kommentiert der Ausgezeichnete selbst die Ehrung. „Ich glaube wir haben hier einen Kristallisationspunkt für herausragende Gesundheitsforschung geschaffen, von dem München und die Region langfristig sehr profitieren werden.“

Ein Leben für die Gesundheitsforschung

Günther Wess, Jahrgang 1955, promovierte 1982 in Chemie und übte nach einem Forschungsaufenthalt im Labor des Chemie-Nobelpreisträgers Elias J. Corey verschiedene globale Managementfunktionen in leitender Position in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung aus.

Parallel dazu habilitierte sich Günther Wess 1999 an der Universität Mainz im Fachbereich Chemie und Pharmazie. Ein Jahr später verlieh ihm die Universität Frankfurt die Honorarprofessur, der im Jahr 2008 eine weitere an der Technischen Universität München folgen sollte. Seit 2008 ist Wess zudem Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech und war von 2013 bis 2016 Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Verantwortlicher für die Koordination des Forschungsbereichs Gesundheit.

Ehrende und dankbare Anerkennung

Die Übergabe des Ordens am 27. Juni wird im Rahmen einer Feierstunde im Antiquarium der Residenz München erfolgen. Neben Günther Wess werden auch weitere Persönlichkeiten aus verschiedensten gesellschaftlichen Tätigkeitsfeldern ausgezeichnet.

Der Bayerische Verdienstorden ist durch das Gesetz über den Bayerischen Verdienstorden vom 11. Juni 1957 geschaffen worden. Er wird „als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk“ verliehen. Eine Besonderheit des Bayerischen Verdienstordens ist, dass die Zahl der lebenden Ordensträger auf 2000 begrenzt ist.

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