Suchen

Wissenschaftsorganisation investiert 17 Mio. Euro Helmholtz-Gemeinschaft gründet Big-Data-Inkubator

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Der Umgang mit großen Datenmengen wird zukünftige Forschungsanstrengungen maßgeblich beeinflussen. Aus diesem Grund hat die Helmholtz-Gemeinschaft den Helmholtz-Inkubator Information & Data Science gegründet. Fünf Projekte rund um die Informationswissenschaft werden hierbei in den nächsten drei Jahren mit 17 Millionen Euro gefördert. In den Projekten geht es um Themen wie reduzierte Komplexität, Datenstandardisierung oder der Umgang mit Imaging-Daten.

Firmen zum Thema

Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft: „Das Feld der Informationswissenschaften und Big Data entwickelt sich in atemberaubenden Tempo. Hier tun sich derzeit ungeheure Herausforderungen für die Wissenschaft auf. Zugleich bietet es ungeahnte Potenziale.“
Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft: „Das Feld der Informationswissenschaften und Big Data entwickelt sich in atemberaubenden Tempo. Hier tun sich derzeit ungeheure Herausforderungen für die Wissenschaft auf. Zugleich bietet es ungeahnte Potenziale.“
(Bild: Steffen Jänicke/Helmholtz-Gemeinschaft)

Berlin – In der personalisierten Medizin, in der Klimamodellierung, bei der Entwicklung selbstlernender Roboter und in vielen anderen Wissenschaftsbereichen nimmt der Umgang mit riesigen Datenmengen rasant zu. Die Helmholtz-Gemeinschaft verstärkt deshalb gezielt ihre Kompetenz im Bereich Information & Data Science. Fünf hoch innovative Forschungsprojekte erhalten eine Förderung von insgesamt 17 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre.

„Das Feld der Informationswissenschaften und Big Data entwickelt sich in atemberaubenden Tempo“, sagt Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Hier tun sich derzeit ungeheure Herausforderungen für die Wissenschaft auf. Zugleich bietet es ungeahnte Potenziale.“ Um die vielfältige Expertise der Helmholtz-Gemeinschaft intelligent zu bündeln, wurde der Helmholtz-Inkubator Information & Data Science gegründet. Er ist ein Think-Tank mit 40 herausragenden Experten aus allen Helmholtz-Zentren sowie aus mehreren, namhaften, forschenden Unternehmen. Der Inkubator agiert als Innovationsplattform über alle Forschungsbereiche und Helmholtz-Zentren hinweg. Ende Juni wurden die ersten fünf Projekte des Inkubators ausgewählt, die eine substantielle Förderung erhalten.

Fünf Projekte ausgewählt – weitere sollen folgen

In mehreren Workshops wurden in den neun Monaten zuvor über die gemeinsame Weiterentwicklung von Zukunftstechnologien beraten und der fachübergreifende Austausch von Methoden und Data-Science-Kompetenzen initiiert. Darauf aufbauend haben die Experten 16 wegweisende Forschungsfelder identifiziert. Um diese interdisziplinären und zukunftsweisenden Themen in der Helmholtz-Gemeinschaft weiterzuentwickeln, erhalten nun zunächst fünf ausgewählte Projekte in einer ersten Finanzierungsrunde eine Förderung aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. Weitere werden folgen. Alle 18 Helmholtz-Zentren hatten an der Ausschreibung teilgenommen.

„Mit der Unterstützung eines hochkarätigen, internationalen Panels und der Durchführung eines rigorosen peer-review-Verfahrens haben wir vier besonders zukunftsweisende Projekte mit einem Fördervolumen von 17 Millionen Euro ausgewählt“, sagt Wiestler. „Die Projektlaufzeit ist jeweils auf drei Jahre ausgerichtet.“ Ein weiteres Projekt erhält auf Grund der strategischen Bedeutung für viele Forschungsfelder eine Anschubfinanzierung. In einer nächsten Phase ist die Förderung von Technologie- und Ausbildungsplattformen geplant.

(ID:44766748)