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Wie die Flüssigchromatographie präparativ genutzt wird HPLC in der Praxis

| Autor/ Redakteur: Dr. Sabine Kapelle* / Christian Lüttmann

Die Flüssigchromatographie ermöglicht die Auftrennung komplexer Gemische in ihre Einzelsubstanzen. Doch je ähnlicher sich die Stoffe sind, desto schwieriger sind sie zu trennen. Wie dennoch eine zuverlässige Fraktionierung gelingt, zeigt der folgende Beitrag anhand von zwei Anwenderbeispielen.

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Abb.1: Die präparative HPLC ist in vielen Laboren eine Standardmethode zur Substanzgewinnung.
Abb.1: Die präparative HPLC ist in vielen Laboren eine Standardmethode zur Substanzgewinnung.
(Bild: ©djama - stock.adobe.com)

In vielen Bereichen der Chemie geht es darum, reine Substanzen aus Stoffgemischen zu gewinnen und weiterzuverwenden, z.B. in Wirkstoffsynthesen. Manchmal soll auch die Reinsubstanz selbst in hochreiner Form vorliegen. Um an die Einzelstoffe heranzukommen, eignet sich die präparative HPLC als Trennmethode. Dabei wird ein Substanzgemisch, entweder als Flüssigkeit oder Feststoff, in einer geeigneten Trägerflüssigkeit gelöst, um es in die HPLC-Säule einzubringen. Meist erfolgt die Probenaufgabe über ein (halb)automatisiertes Injektionssystem oder aber per manueller Einspritzung durch ein Septum.

Wenn der Prozess optimal ausgelegt ist, lassen sich auf der HPLC-Säule einzelne Substanzen in reiner Form von der Mischung abtrennen. Im Chromatogramm sind diese Substanzen als Peaks zu erkennen, idealerweise in Form einer Gaußkurve. In realen Experimenten weichen die Peaks jedoch mal mehr mal weniger stark von der Gaußform ab. Zur Wertstoff-Gewinnung wird diese Abweichung sogar bewusst herbeigeführt. Nur so ist es möglich, Wertstoff in großen Mengen und hoher Ausbeute und Reinheit mit möglichst niedrigen Kosten in kurzer Zeit zu gewinnen. Natürlich gilt auch hier: Je schmaler ein Peak und je besser die Basislinientrennung ist, desto größer ist die Reinheit der gesammelten Fraktion. Bei chemisch sehr verschiedenen Substanzen ist diese Trennung leicht zu erzielen, doch je ähnlicher sich die Stoffe sind, desto größer ist die Gefahr, dass deren Peaks überlagern und die Trennung unscharf wird.