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3D-Druck

Ich druck mir die Welt, wie sie mir gefällt

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Was ist kein 3D-Druck?

Viele Anlagen sind in Wirklichkeit gar keine 3D-Drucker, sondern eher Maschinen, die Handarbeit vollautomatisieren. Insbesondere wenn sie aus Legosteinen bestehen, sind sie eher nette Spielereien. Sie arbeiten im Prinzip wie ein Tintenstrahldrucker: Eine flüssige Substanz wird aus einem Tank in vordefinierter Form auf eine Fläche aufgebracht, wo sie aushärtet oder trocknet. Der figürliche Pancake oder das Nutellabild auf demselben sind also nicht bahnbrechend im Vergleich zu einer normalen Maschine, die schon seit Jahrzehnten Schokofäden in netten Mustern auf Pralinen gießt.

Selbst Papier und Folien werden verarbeitet, allerdings handelt es sich auch dabei nicht um einen tatsächlichen Druckvorgang, sondern eher wieder ein automatisiertes Verfahren: Beim Laminated Object Modelling (LOM) legt die Maschine die Schichten übereinander und ein Laser schneidet das Werkstück zu. Bei anderen Systemen werden verschiedene Materialien automatisch kombiniert. Der Lebensmittelriese Nestlé möchte seine Nespresso-Kapsel weiterentwickeln. Man plant dort eine Maschine mit dem programmatisch Namen „Iron Man“, die ihrem Besitzer seinen individuell zugeschnittenen Nährstoffmix zaubern soll.

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Disney, der Meister der Illusion, stellt eine Stickmaschine mit Computeranbindung als 3D-Drucker vor, die Teddybären produziert. Auch das T-Shirt zum Aufsprühen ist kein wirklicher 3D-Druck.

Die dritte Dimension

Echte 3D-Drucker sind davon Welten entfernt. Sie verarbeiten industrielle Rohstoffe: Metalle und Legierungen, Kunststoffe und Harze, aber auch Keramiken, was für die Zahntechnik interessant ist. Außerdem agieren echte 3D-Drucker tatsächlich in drei Dimensionen. Anders als beim platten Pfannkuchen wird der Materialauftrag in vielen Schichten wiederholt, wobei die einzelnen Schichten untrennbar verbunden werden. Das entstandene Werkstück ist wie aus einem Guss, obwohl das eigentlich zweidimensionale Druckverfahren in mehreren Schichten wiederholt wird.

Ausnahmen bestätigen hierbei die Regeln: Ein Kleid für Dita von Teese wurde in Einzelteile ausgedruckt und anschließend gefärbt, mit Schmucksteinen besetzt und zusammengefügt. Die einzelnen Bögen, die aussehen wie die Netze, in denen empfindliches Obst verkauft wird, stammen aber tatsächlich auch dem Drucker.

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