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3D-Druck

Ich druck mir die Welt, wie sie mir gefällt

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3D-Druck für jedermann

Einfache 3D-Drucker arbeiten nach dem FDM-Prinzip und werden immer erschwinglicher. Schon für unter 1000 Euro gibt es Drucker oder Drucker-Bausätze im Fachhandel. Jeder Baster, der über ausreichende CAD-Kenntnisse verfügt, kann seinen eigenen Figurenpark drucken. Die Kosten für Geräte und Verbrauchsmaterialien befinden sich im Sinkflug. Enthusiasten sprechen schon von der Demokratisierung des 3D-Drucks.

Wer aber die Technik fürchtet, bestellt sein Unikat bei spezialisierten Firmen, die notfalls die Digitalisierung der Originalform übernehmen und das perfekt endbearbeitete Teil nach Hause schicken. So kann jedermann für relativ wenig Geld seine Lampe oder ein elektrisches Gerät retten, das sonst wegen fehlender Ersatzteile entsorgt werden müsste. Billiger wird’s, wenn man seine Figur hohl anlegt, da bei den meisten pro Kubikzentimeter Volumen abgerechnet wird. Anders das Plastikbaby. Vorfreudige Eltern, die 500 Euro übrig haben, können die Bilder ihres 3D-Ultraschalls ausdrucken lassen und ihr Baby bis zur Geburt als Miniatur bewundern.

Ist das Kind erst da, braucht es Platz. Bauen Sie Ihr neues Haus doch auch im 3D-Verfahren Contour Crafting. Flüssiger Beton wird direkt auf der Baustelle zu einem ganzen Haus gespritzt. Ein anderes Projekt stellt riesige Einzelteile in einer Art 3D-Druck her und setzt sie planvoll zusammen. In den Niederlanden steht ein Haus aus dem Drucker sogar für Besucher offen.

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Alles Öko oder was?

Vielleicht wird die westliche Welt also schon bald von noch mehr Plastik zugeschüttet, weil in jedem Haushalt ein 3D-Drucker jeden noch so kurzlebigen Wunsch erfüllt. Könnte man diesem Szenario vorbeugen, indem man die verwendeten Kunststoffe wenigstens wiederverwertet? Idealerweise steckt Hans Mustermann eine ausgediente Plastikflasche an einer Seite seines Druckers in einen Schacht und kann nach einigen Minuten gegenüber das selbstentworfene Spielzeug für seine Tochter entnehmen. Tatsächlich gibt es dieses Vor-Ort-Recycling schon für Büropapier, das danach eine sinnvolle Anschlussverwendung auf der Toilette findet.

Das Unternehmen 3DSYSTEMS verspricht, dass sein 3D-Drucker tatsächlich mit Reststoffen arbeitet. Die Realität ist leider nicht ganz so edel wie das Testimonial, der Rapper Will.I.am, es darstellt. In Wirklichkeit wird der Drucker mit einer Kartusche aus Kunststoff bestückt, der lediglich zu 25 Prozent aus recyceltem Plastik besteht. Das entspricht nur drei durchschnittlichen Wasserflaschen je Kartusche, die für mehrere kleine Gegenstände reicht. Das ist nicht viel, aber zumindest ein Anfang.

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