Suchen

ACHEMA 2012-Trendbericht Verpackungstechnik

Im Namen des Namens - Schutz von Produkten und Konsumenten durch eindeutige Kennzeichnung

Seite: 7/8

Firmen zum Thema

...ist kein Sichtkontakt wie bei Bar- oder 2D-Codes notwendig, sodass sie auch innerhalb einer versiegelten Verpackung angebracht werden können und somit eine hohe Produktsicherheit bieten. Jedoch sind auch RFID-Tags noch nicht weltweit genormt, was etwa ihre Betriebsfrequenz betrifft. Zusätzlich zur Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit lassen sich durch Track & Trace-Lösungen auch Schwachstellen in der Logistikkette aufdecken. Dadurch können Handelswege effizienter gestaltet und somit Kosten eingespart werden.

Bei Medikamentenkennzeichnung herrscht noch Uneinigkeit

Die FDA empfiehlt bereits heute den Einsatz von RFID-Tags, zumindest zur Kennzeichnung von Medikamenten. Die Experten von IMPACT sehen in der RFID-Technologie ebenfalls weitreichende Möglichkeiten zur Produktkennzeichnung, favorisieren bis zur Ausreifung der RFID-Technologie aber die derzeit am besten erprobten 2D-Codes.

In der Europäischen Union wird derzeit an einer einheitlichen Kennzeichnung von Medika-menten gearbeitet. Die Richtlinie 2011/62/EU des Europäischen Parlaments und Rates schreibt die Angaben auf der Umhüllung bzw. Primärverpackung von Arzneimitteln vor, die künftig bestimmte Sicherheitsmerkmale aufweisen sollen, um die Echtheit eines Medika-ments zu überprüfen und Manipulationen an der Verpackung auszuschließen. Als wahrscheinlichstes individuelles Erkennungsmerkmal gilt der 2D-Code, in dem sich zum Beispiel eine einzigartige, randomisierte Seriennummer, die Charge, das Verfallsdatum und eine Pharmacy Product Number (PPN) speichern lässt.

Nach einer Testphase zur technischen Durchführung einer Produktserialisierung, die seit Dezember 2010 läuft, sollen im Jahr 2015 die Sicherheitsmerkmale verbindlich umgesetzt werden. Dann soll mithilfe der Matrix-Codes eine End-to-end-Verifikation auf Basis einer zentral gesteuerten Datenbank möglich sein. Inwieweit der Endverbraucher in den Verifikationsprozess eingebunden werden kann, ist noch unklar. Jedoch eröffnen die modernen Kommunikationsmöglichkeiten, beispielsweise in Form von Smartphones, neue Wege für die Fälschungserkennung auch durch den Verbraucher.

Verpackungstechnik als zusätzlicher Sicherheitsfaktor

Abgesehen von den individuellen Kennzeichnungsmethoden gibt es noch diverse Möglichkeiten, die Produktverpackung als solche sicher zu gestalten. Neben den bereits erwähnten Methoden kommen hierzu vor allem spezielle Verschlussetiketten und Klebestreifen als Erstöffnungsnachweis oder Manipulationsschutz in Frage. Diese lassen sich ebenso als Garantiesiegel, Sicherungs- oder Eigentumsetiketten einsetzen. Auch Etiketten können mithilfe...

(ID:32488170)