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Molekulare Diagnostik von Krankenhausinfektionen Im Zeitalter multiresistenter Erreger – Infektionskrankheiten früher erkennen

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Im Rahmen der diesjährigen 5. Gemeinsamen Jahrestagung „Microbiology and Infection“ der DGHM und der VAAM hat Roche Diagnostics unter anderem sein neues cobas Liat System vorgestellt. Das handliche System erleichtert die Diagnose von Infektionskrankheiten z.B. mit multiresistenten Erregern. Innerhalb kurzer Zeit können Labore Einzelproben auch außerhalb der üblichen Betriebszeiten und in Außenstellen wie dem Notfalllabor bearbeiten.

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Das neue cobas Liat System bietet schnelle Ergebnisse, einfache Handhabung und sichere Anwendung bei der Erkennung von Infektionskrankheiten
Das neue cobas Liat System bietet schnelle Ergebnisse, einfache Handhabung und sichere Anwendung bei der Erkennung von Infektionskrankheiten
(Bild: (c) Roche Diagnostics)

Würzburg/Mannheim – Wie können wir uns die außerordentlichen Fähigkeiten von Mikroorganismen zu Nutze machen und uns wie vor mikrobiellen Krankheitserregern schützen? Diese und andere Themen rund um unser Zusammenleben mit diesen Kleinstlebewesen präsentierte die Fachtagung „Microbiology and Infection“, die vom 5. bis 8. März 2017 im Congress Centrum Würzburg (CCW) stattfand. Rund 1600 Mikrobiologen diskutierten auf der 5. Gemeinsamen Jahrestagung der „Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) e. V.“ und der „Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) e. V.“ fachübergreifend neue Erkenntnisse aus der extrem vielfältigen Welt der Mikrobiologie.

Im Rahmen der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention und im Zeitalter zunehmender Antibiotikaresistenzen gehört die Vermeidung von Infektionen zu den wichtigsten Aufgaben. Dieses Thema gehörte im Rahmen der Jahrestagung der DGHM und VAAM daher ebenfalls zu den Schwerpunkten

Krankenhausinfektionen z.B. durch antibiotikaresistente Keime früher erkennen

Welche Rolle die molekulare Diagnostik von Krankenhausinfektionen, z.B. durch antibiotikaresistente Keime wie Methicillin-resistente Staphylococcus-aureus-Stämme (MRSA), spielt und wodurch ein besseres Patientenmanagement geschaffen werden kann, hat Dr. Oliver Liesenfeld, Chief Medical Officer von Roche Molecular Systems, Pleasanton in seinem Vortrag anlässlich der Konferenz erläutert.

„Für ein effizientes Screening auf multiresistente Erreger kommt dem Faktor Zeit eine zentrale Bedeutung zu: Ohne Schnelligkeit sowie die hohe Sensitivität von Testverfahren lässt sich die Zielvorgabe einer möglichst raschen Befundermittlung und rechtzeitigen Ergreifung von Hygienemaßnahmen für Risikopersonen nicht einhalten“, ist sich Liesenfeld sicher. Er erläuterte unter anderem wie Kliniken mithilfe des neuen cobas Liat Systems von Roche mehr Flexibilität innerhalb der PCR-Diagnostik erhalten können.

Das handliche cobas Liat System erleichtert die Diagnose von Infektionskrankheiten. Innerhalb kurzer Zeit kann das Labor Einzelproben auch außerhalb der üblichen Betriebszeiten und in Außenstellen wie dem Notfalllabor bearbeiten. Das ermöglicht Ärzten schnelle Therapieentscheidungen zu treffen und eine mögliche Behandlung zeitnah einzuleiten.

Assay-Tube hält Reagenzien in kleinen Kammern vor

Mit dem neuen cobas Liat System steht in Deutschland ab dem zweiten Quartal des Jahres eine schnelle, kompakte und leicht zu bedienende Molekulardiagnostikplattform zur Verfügung. Das Test-Portfolio umfasst aktuell die Parameter Influenza A/B, Influenza A/B + RSV, Strep A sowie C.difficile. MRSA/SA wird ab Mitte des Jahres verfügbar sein. HIV qual. ist aktuell in der Entwicklung.

Mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR)-Technologie automatisiert der Analyzer den gesamten Testprozess, vereinfacht den Arbeitsablauf und erlaubt es, Gesundheitsfachleuten, molekulare Tests in einer Reihe von Umgebungen schnell, zuverlässig und mit minimaler Ausbildung durchzuführen. Endgültige Ergebnisse stehen in maximal 30 Minuten zur Verfügung und unterstützen die Behandlungsentscheidung. Kernstück des Analyzers ist ein Assay-Tube, das die erforderlichen Reagenzien bereits in kleinen Kammern vorhält, die hintereinandergeschaltet sind und von der Einzelprobe durchlaufen werden. Der Assay-Tube besteht aus einem dünnen Plastikmaterial, welches die Temperatur auf die entsprechenden PCR-Zyklen übertragen kann. Im Gerät wird die Reaktionsmischung automatisch im Reagenzschlauch auf und ab bewegt und so zu den heißen und kalten Temperaturzonen befördert, die für die Denaturierung der DNA und PCR-Amplifikation benötigt werden. Dies ist das Prinzip, mit dem die Real Time-PCR auf kleinstem Raum funktioniert und vergleichbar gute Ergebnisse liefert, wie dies bei einem großen Gerät der Fall ist.

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