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Neues Helmholtz-Institut Münster Impulse für die Batterieforschung

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Das Forschungszentrum Jülich, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die RWTH Aachen kooperieren noch enger auf dem Gebiet der Batterieforschung. Zu diesem Ziel werden sie das Helmholtz-Institut Münster (HI MS) gründen, das als dauerhafte Außenstelle des Forschungszentrums Jülich aufgebaut werden soll.

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Von links: Dr. Hans Peter Buchkremer (Forschungszentrum Jülich), Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen), Prof. Dr. Martin Winter (WWU Münster), Prof. Dr. Ursula Nelles (Rektorin WWU Münster), Prof. Dr. Harald Bolt (Forschungszentrum Jülich, Vorstandsmitglied), Prof. Dr. Stefan Joos (Helmholtz-Gemeinschaft)
Von links: Dr. Hans Peter Buchkremer (Forschungszentrum Jülich), Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer (RWTH Aachen), Prof. Dr. Martin Winter (WWU Münster), Prof. Dr. Ursula Nelles (Rektorin WWU Münster), Prof. Dr. Harald Bolt (Forschungszentrum Jülich, Vorstandsmitglied), Prof. Dr. Stefan Joos (Helmholtz-Gemeinschaft)
(Bild: WWU/Stephanie Kaßing)

Jülich – Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt das Vorhaben mit 5,5 Millionen Euro jährlich, das Land wird bis 2018 zusätzlich insgesamt 11 Millionen Euro investieren. Als „wissenschaftlich exzellent“ bewertete eine mit internationalen Experten besetzte Gutachterkommission die von den Partnern vorgelegten Pläne für das neue Helmholtz-Institut Münster (HI MS).

Die Forscherinnen und Forscher des neuen Instituts wollen neue Batterietechnologien als eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende untersuchen. Dazu widmen sie sich insbesondere der Erforschung von Elektrolyten als Schlüsselkomponente für neue Batteriekonzepte. Die erwarteten Ergebnisse haben das Potenzial, den erhofften Durchbruch der Elektromobilität zu beschleunigen und zugleich die stark schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen für die Versorgung der Bevölkerung verlässlicher zu machen.

Mit der neuen Einrichtung erweitert das Forschungszentrum Jülich seine Arbeiten im Bereich der Energieforschung und knüpft unter anderem an die Forschungsschwerpunkte des Batterieforschungszentrums der Universität Münster (Münster Electrochemical Energy Technology - MEET) an. Die Kooperation des Forschungszentrums Jülich mit den Universitäten in Münster und Aachen umfasst neben den Forschungsprojekten gemeinsame Berufungen sowie den Austausch von Mitarbeitern und Studierenden.

Stimmen zur Gründung des Helmholtz-Instituts Münster

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Diese Entscheidung ist ein Beleg für die Spitzenposition des Energieforschungsstandorts Nordrhein-Westfalen und der Wissenschaftsstadt Münster. Die Batterieforscherinnen und -forscher in Aachen, Jülich und Münster leisten seit mehr als einem Jahrzehnt einen zentralen Beitrag zu Fragen der Energiespeicherung.“

Prof. Dr.-Ing. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich: „Neue Speicherlösungen sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Umbau des Energiesystems. Mit dem Helmholtz-Institut Münster baut Jülich seine Kompetenzen auf diesem Gebiet, speziell in der Batterieforschung, weiter aus und bringt seine Expertise ein im Bereich Materialforschung, Systemintegration und –analyse.“

Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Universität Münster: „Mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fachbereichs Chemie und Pharmazie und vor allem des Batterieforschungszentrums MEET bringt die Universität Münster Spitzenforschung in diese neue Partnerschaft ein. Ich bin sicher, dass das Helmholtz-Institut Münster neue Impulse für die Themen Energiespeicherung und Elektromobilität geben wird.“

Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft: „Mithilfe des Helmholtz-Instituts für Ionics in Energy Storage bündeln Universität und außeruniversitäre Forschung ihre Kompetenzen, um sie in einem für die Zukunft hochbedeutenden Feld der sicheren und bezahlbaren Energieversorgung einzusetzen.“

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