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Social Media In deutschen Unternehmen ist Social Media auf dem Vormarsch

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Social Media Anwendungen sind im privaten Bereich insbesondere in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen längst angekommen. Zunehmend erkennen aber auch Unternehmen das Potenzial von Twitter, Facebook, Blogs und Co., um mit ihren Zielgruppen in direkten Kontakt zu treten oder neue zu erschließen. Groß- und Jungunternehmen gehören dabei zu den Vorreitern, kleinere und mittelständische Unternehmen agieren meist noch zurückhaltend.

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Etwa jedes siebte Unternehmen in Deutschland setzt Social Media in seiner Öffentlichkeitsarbeit bereits ein.
Etwa jedes siebte Unternehmen in Deutschland setzt Social Media in seiner Öffentlichkeitsarbeit bereits ein.
(Bild: Rawpixel - Fotolia.com)

München – Etwa jedes siebte Unternehmen in Deutschland setzt Social Media in seiner Öffentlichkeitsarbeit bereits ein. Jedes Zehnte plant oder hält den Einsatz grundsätzlich für richtig und wichtig. Dies sind ausgewählte Ergebnisse einer von TNS Infratest durchgeführten Studie, für die im Rahmen einer repräsentativen Firmenkundenbefragung im Zeitraum vom 24. September bis 22. November 2013 insgesamt 1.892 Betriebe persönlich-mündlich befragt wurden.

Das Engagement in Social Media hängt dabei stark von der Unternehmensgröße ab. Während nur jeder siebte kleine bis mittelständische Betrieb mit einem Jahresumsatz unter 25 Millionen Euro Social Media in der externen Kommunikation einsetzt, ist es bei größeren Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 25 Millionen Euro bereits jedes Vierte. Die Präsenz in Social Networks ist nicht nur für Unternehmen mit privaten Endverbrauchern interessant, auch Unternehmen mit Firmenkunden erreichen Entscheider über die neuen digitalen Medien.

Kein Unterschied bei der Social Media Aktivität zwischen B2B und B2C

Dabei sind B2C- und B2B-Unternehmen mit jeweils 15 % gleichermaßen aktiv im Einsatz von Social Media. Unterschiedlich hoch ist das Engagement nach Branchen. Unternehmen aus der Handels- (16 %) und Dienstleistungsbranche (22 %) nutzen die neuen Kanäle in ihrer Außenkommunikation am häufigsten. Im verarbeitenden Gewerbe (acht %) und im Bausektor (zwei %) ist der Anteil an Social Media Nutzung deutlich geringer. Vor allem junge, in den letzten drei Jahren gegründete Unternehmen sind mit 23 % Nutzungsquote Vorreiter beim Thema Social Media.

Für werbungtreibende Unternehmen ist offenbar das soziale Netzwerk Facebook besonders attraktiv. Über 80 % der Unternehmen mit Social Media Aktivität sind in dem größten sozialen Netzwerk präsent. Größere Unternehmen setzen dabei häufiger gleich mehrere soziale Medien für ihren Online-Auftritt ein. Sie sind somit auch häufiger auf Karrierenetzwerken, wie XING oder LinkedIn, vertreten und nutzen diese Plattformen auch für das Employer Branding und Recruiting neuer Mitarbeiter.

Wettbewerbsvorteile mit Social Media generieren

Auch für die interne Kommunikation nutzen Unternehmen die Potenziale sozialer Medien. Kollaboration, Beschleunigung des internen Informationsflusses und der Austausch von Know-how zur Generierung von Innovationen, mit denen letztendlich auch Wettbewerbsvorteile zu erreichen sind, stehen im Vordergrund des Engagements. Vorwiegend werden in den Unternehmen klassische digitale Instrumente der internen Kommunikation wie E-Mail oder das Intranet um den Einsatz von Foren, Blogs oder sozialen Unternehmensnetzwerken ergänzt.

Unternehmen mit internen Social Media Anwendungen sind in Deutschland aber noch eher die Ausnahme. Lediglich sieben % der kleinen bis mittelständischen Betriebe und zwölf % der Großbetriebe setzen Social Media für die interne Kommunikation ein. Allerdings plant etwa jedes siebte deutsche Großunternehmen den Einsatz der neuen Möglichkeiten und jedes zehnte findet dieses Thema wichtig. „Auch die zunehmende Ausstattung der Mitarbeiter mit Laptops, Tablets oder Smartphones sowie die Möglichkeit private mobile Endgeräte in die Netzwerke von Unternehmen (auch bekannt unter dem Begriff BYOD - Bring Your Own Device) zu integrieren bietet Potenzial diesen Trend in Zukunft zu verstärken”, sagt Olivera Radukic Senior Consultant Finanzforschung bei TNS Infratest.

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