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ISA Expo In Houston findet Automatisierungsmesse ISA Expo 2008 statt

Redakteur: Frank Jablonski

Im Reliant Center in Houston, Texas, hat die ISA Expo 2008 ihre Tore geöffnet. Als Top Event für die nordamerikanische Automatisierungsbranche stehen in diesem Jahr neben dem Ausstellungsbereich die Technische Konferenz und das Ausbildungs- und Trainingsprogramm im Vordergrund.

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Anders als von deutschen Messen gewohnt, stellen auf der ISA Expo viele Unternehmen auf kleinen Ständen aus. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Gänge.
Anders als von deutschen Messen gewohnt, stellen auf der ISA Expo viele Unternehmen auf kleinen Ständen aus. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Gänge.
( Bild: PROCESS )

Noch vor wenigen Wochen war nicht klar, ob die diesjährige ISA Expo überhaupt stattfinden kann. So schlimm waren die Auswirkungen des Hurrican Ike, der im September über Houston hinweg fegte und extreme Zerstörung mit mehreren Toten verursachte. Die Auswirkungen dieses Unwetters sind in Texas noch an vielen Stellen zu sehen und zu spüren, die jährliche Ausstellung der Automatisierungsspezialisten kann jedoch wie geplant stattfinden.

Das Erscheinungsbild dieser für Nordamerika zentralen Automatisierungsveranstaltung ist mit deutschen Großmessen, wie der Interkama oder gar einer Achema nicht zu vergleichen. In einer Halle finden sich vor allem sehr viele kleine Stände, auf denen häufig spezielle Lösungen vorgestellt werden. Die Bandbreite der Themen ist jedoch gewohnt breit und umfasst von Industriellen Netzwerken über Safety und Security bis hin zu Qualitätskontrolle und Systemintegration alle Haupt- und Nebenaspekte einer umfassenden Prozessautomatisierung.

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Als das Zentrum der amerikanischen Öl- und Gasindustrie beherrschen diese Anwendungsbeispiele das Erscheinungsbild. Trendthema ist dabei besonders die mit dem relativ jungen Flüssiggastransport einhergehenden Aufgabenstellungen. So stellt beispielsweise Spectra Sensors Gasanalysatoren vor, die mittels Laserspektroskopie selbst Spuren von unerwünschtem Wasser in Erdgas feststellen. Ebenfalls mit der Analysentechnik ist ABB vertreten. Gaschromatografen, Photometer oder FTNIR Spektrometer analysieren Produktströme oder Proben online oder im Labor. Ein Highlight in der Prozessanalytik entstammt einem Spin-off einer deutschen Universität. Als Mitaussteller auf dem Stand der Deutschen Messe stellt SLS Micro Technology aus Norddeutschland vor. Das Mikro-GC-Modul GCM 5000 ist das Herzstück. Es wiegt nur wenig mehr als 100 Gramm, besteht aus einer einzigen Platine von der Größe einer Zigarettenschachtel und enthält doch alle Kernkomponenten eines Gaschromatografen: Injektor, Dünnschicht- oder gepackte Trennsäule und einen winzigen Wärmeleitfähigkeitsdetektor (WLD) einschließlich der Mikroprozessortechnik für die Steuerung des Moduls.

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