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Marktplatz-Forum Individualisierung von Diagnostik und Therapie

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Das Potenzial einer zunehmenden Individualisierung bei der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen ist unumstritten. Was ist heute bereits möglich und wo liegen die drängenden Fragen und Herausforderungen? Diesen Fragen versucht der Marktplatz „Personalized Medicine Technologies“ in Halle 9 an den drei Messetagen näher zu kommen.

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Dr. Siegfried Bialojan, Ernst & Young, führte durch die Eröffnungsveranstaltung des Marktplatzes „Personalized Medicine Technologies“.
Dr. Siegfried Bialojan, Ernst & Young, führte durch die Eröffnungsveranstaltung des Marktplatzes „Personalized Medicine Technologies“.
(Bild: LABORPRAXIS)

Hannover – „Wenn man fünf Menschen nach einer Definition für den Begriff ,personalisierte’ Medizin“ fragt, erhält man be­stimmt zehn verschiedene Antworten“, leitete Dr. Sabine Sydow, vfa bio, ihren Vortrag bei der Eröffnungsveranstaltung zum Marktplatz „Personalized Medicine Technologies“ ein. Und in der Tat ist eine umfassende und zugleich knappe Definition nicht trivial, denn das Themengebiet ist hochkomplex. Häufig aber werde personalisierte Medizin mit dem Begriff „stratifizierte Medizin” gleichgesetzt. Sie will eine effiziente Diagnostik und Therapie der individuellen Erkrankung bei gleichzeitig minimierten Nebenwirkungen ermöglichen und die Medizin zudem präventiver und prädiktiver sowie das Gesundheitssystem effizienter machen. Bereits heute werden laut vfa rund 30 Medikamente „perso­nalisiert“ eingesetzt.

Personalisierte Medizin – Chance und Herausforderung zugleich

In der eingangs erwähnten Komplexität sieht Dr. Rainer Wessel, Leading-edge cluster, gleichzeitig eine der wesentlichen Herausforderungen des Ansatzes. „Wir haben da die diagnostische/therapeutische Komplexität einerseits, andererseits aber auch die organisatorische, die regulatorische und die politische Komplexität.“ Hierfür seien neue Netzwerke notwendig. Gleichzeitig stelle das strukturelle Anforderungen an die Verfügbarkeit von Biobanken, die Durchführung klinischer Studien und das Datenmangement, aber auch an Training und Ausbildung sowie den Innovations­transfer.

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