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LABORPRAXIS-Newsticker

Mainz will Campus für Biotechnologie anschaulich machen

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10. Mai

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) – Produktion von Batterie-Rohstoff geplant - 80 neue Jobs

Rund 120 Millionen Euro investiert das Unternehmen AMG Lithium in den Bau einer neuen Anlage in Bitterfeld-Wolfen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begannen am Mittwoch die Bauarbeiten. Rund 80 Arbeitsplätze sind geplant, wie ein Sprecher mitteilte. Nach Unternehmensangaben ist der Neubau der Veredlungsanlage für Lithiumhydroxid in Batteriequalität die erste ihrer Art in Europa.

Der chemische Grundstoff dient den Angaben zufolge unter anderem für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge oder Tablets. Von Bitterfeld-Wolfen aus werde die Firma ab der zweiten Jahreshälfte 2023 die europäische Batterieindustrie mit Lithiumhydroxid versorgen. Die Produktionskapazität liege zunächst bei 20 000 Tonnen im Jahr.

AMG Lithium aus Frankfurt hatte das Grundstück für die Fabrik im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen erworben. Die Anlage sei die erste von fünf geplanten Modulen am Standort, so dass am Ende rund 100 000 Tonnen Lithiumsalze dort produziert werden könnten. Vorprodukte für die Anlagen kommen demnach aus einer Mine in Brasilien. Die AMG Lithium ist eine Tochter des niederländischen AMG-Konzerns, der 3000 Mitarbeiter hat.

10. Mai

Frankfurt/Main (dpa) 14:00 Uhr – Teure Düngemittel - Agrarchemie warnt vor Gas-Embargo gegen Russland

Angesichts von rasant gestiegenen Düngerpreisen warnt die Agrarchemiebranche vor einem Gas-Embargo gegen Russland. Ohne russisches Gas ließen sich Düngemittel in Deutschland kaum produzieren, sagte Marco Fleischmann, Vorsitzender des Fachbereichs Pflanzenernährung im Industrieverband Agrar (IVA), am Dienstag in Frankfurt. Dann müsse man Ammoniak, ein Grundstoff für die allermeisten Stickstoff-Dünger, importieren und sich so wieder stark von Russland abhängig machen. Denn das Land sei ein wichtiger Exporteur auch von Ammoniak.

Stickstoffdünger, aber auch Kali- und Phosphatprodukte haben sich wegen der hohen Energiepreise seit vergangenem Jahr stark verteuert. Darunter leiden die Bauern. Der Gaspreis macht bei Stickstoffdünger 80 bis 90 Prozent der Produktionskosten aus. Russland spielt eine doppelte Rolle auf dem Weltmarkt - als wichtiger Lieferant sowohl von Erdgas als auch von Stickstoff, Phosphat und Kali. Manche Chemieunternehmen haben schon Anlagen für Ammoniak gedrosselt, weil sie höhere Energiepreise nicht an Kunden weitergeben konnten. Eine Prognose, ob sich Düngemittel wegen des Ukraine-Kriegs noch weiter verteuern, wollte der IVA nicht abgeben. Der Verband vertritt Agrarchemiefirmen, darunter Konzerne wie Bayer und BASF.

Die Ziele der «Farm-to-Fork-Strategie», mit der die EU eine umweltfreundlichere Landwirtschaft mit weniger Dünger und Pestiziden durchsetzen will, seien «außerordentlich ambitioniert, aber nicht unerreichbar», sagte IVA-Präsident Michael Wagner. Die Digitalisierung helfe durch eine zielgenauere Ausbringung etwa ein Viertel der Menge an Pflanzenschutzmitteln ohne Verlust an Produktion einzusparen.

Hamburg (Eppendorf) 10:09 Uhr – Eppendorf steigert 2021 Umsatz auf 1,1 Mrd. Euro

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die weltweit agierende Eppendorf Gruppe einen Anstieg des Konzernumsatzes auf 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 967,2 Mio. Euro). Das entspricht einer Steigerung von 13,8 Prozent (Vorjahr: 20,3 Prozent). Auch das Betriebsergebnis entwickelte sich 2021 deutlich positiv und erreichte 272 Mio. Euro (Vorjahr: 217,7 Mio. Euro) bei einer EBIT-Marge von 24,7 Prozent (Vorjahr: 22,5 Prozent).

Hervorzuheben seien die bemerkenswerten Umsatzsteigerungen der asiatischen Marktregionen. So steigerte die Marktregion Asia/Pacific/Africa (APA) ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 Prozent. Ein ähnlich starkes Wachstum verzeichnete die Marktregion China, die um 20,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum zulegte. Die Marktregion Europe entwickelte sich im Berichtszeitraum ebenfalls positiv und erzielte trotz des starken Vorjahresumsatzes ein Plus von 13,2 Prozent im Vergleich zu 2020. Dies gilt auch für die Marktregion Americas. Sie konnte sich die Lieferprobleme einiger Wettbewerber zunutze machen und erneut um 7,9 Prozent wachsen.

Für das Gesamtjahr 2022 geht Eppendorf von einem weiterhin weltweit hohen Bedarf an Laborgeräten, -materialien und Services aus und sieht sich mit seinem Produkt-, Service- und Lösungsportfolio sehr gut aufgestellt. Im weiteren Verlauf dieses Jahres wird sich die Nachfrage in den besonders stark nachgefragten Produktgruppen wahrscheinlich etwas normalisieren. Entsprechend wird für 2022 ein moderates Umsatzwachstum erwartet.

Der Geschäftsbericht 2021 der Eppendorf SE ist online auf der Unternehmensseite verfügbar.

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