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Förderung Internationale Nachwuchsgruppe erhält Förderung für das Labor der Zukunft

Redakteur: Doris Popp

Eine internationale Nachwuchsgruppe am Center for Life Science Automation (Celisca) der Universität Rostock beschäftigt sich mit der Realisierung eines Labors der Zukunft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Arbeiten mit einem Gesamtbetrag von ca. 4,3 Mio. Euro.

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Roboter des Future Lab (Bild: IT- und Medienzentrum/Universität Rostock)
Roboter des Future Lab (Bild: IT- und Medienzentrum/Universität Rostock)

Rostock – Zum 1. Februar 2012 hat am Center for Life Science Automation (Celisca) der Universität Rostock die Nachwuchsgruppe „Life Science Automation – Systems & Process Engineering” ihre Arbeit aufgenommen. Die internationale Nachwuchsgruppe wird in den kommenden fünf Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Zentren für Innovationskompetenz“ mit einem Gesamtbetrag von ca. 4,3 Mio. Euro gefördert. Die aus fünf Wissenschaftlern bestehende Gruppe wird ein wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeiten von Celisca werden. Sie stellt ein wesentliches Bindeglied zwischen den ingenieurtechnisch geprägten Forschungsthemen und den Applikationen aus dem Bereich der Life Sciences der Universität Rostock dar. „Unser Ziel in den kommenden fünf Jahren ist die Entwicklung und Realisierung eines Future Labs – des Labors der Zukunft“, so die Sprecherin des Zentrums, Prof. Dr. Kerstin Thurow. Bisherige Automationslösungen stellten, wenn auch hochkomplexe, so doch isolierte Teillösungen für unterschiedliche Bereiche wie die Synthese neuer Wirkstoffe oder deren biologische Testung dar. „Ziel des Wissenschaftlerteams von Celisca ist nun eine Verbindung dieser Inseln und die Etablierung eines vollautomatisierten Labors“, so Prof. Thurow.

Dazu ist eine Vielzahl von Fragestellungen zu klären. So soll die Verbindung der Inseln mittels eines mobilen Schwarms aus sechs Robotern realisiert werden, die in enger Kooperation mit dem Menschen arbeiten. Neben Fragen der Navigation oder der Positioniergenauigkeit sind hier vor allem auch Themen der Kommunikation der Roboter untereinander und mit übergeordneten Leitsystemen zu bearbeiten. Eine Vollautomation bedingt auch, dass alle Teilprozesse automatisiert werden müssen. Hier besteht insbesondere im Bereich der analytischen Messtechnik erheblicher Nachholbedarf. Für die Verbindung unterschiedlicher Teilsysteme sind geeignete Softwarelösungen für den Datenaustausch und die Steuerung des „Future Lab“ erforderlich. Die Rolle des Menschen wird im Umfeld einer zunehmenden Automatisierung der Arbeitsumgebungen neu zu definieren sein. Untersuchungen zu physiopsychologischen Auswirkungen von Automation auf den Menschen sowie die Entwicklung ergonomischer Nutzerinterfaces für die Kommunikation von Mensch und Maschine werden daher weitere Schwerpunkte der Arbeit der Nachwuchsgruppe sein.

Geleitet wird die Nachwuchsgruppe von Dr. rer. hum. Matthias Weippert, der sich im Rahmen eines internationalen Ausschreibungsverfahrens im Jahr 2011 gegen zahlreiche in- und ausländische Bewerber durchsetzen konnte. Dr. Weippert ist bislang Mitarbeiter des Instituts für Präventivmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock, das neben dem Institut für Automatisierungstechnik der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik wesentlich an Celisca beteiligt ist.

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