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Sterilabfüllung

Isolatortaugliches Maschinenkonzept für die Kleinchargenproduktion

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Eine Füllmaschine der neuen Baureihe, ausgestattet mit der patentierten Einschlauch-Peristaltikpumpe
Eine Füllmaschine der neuen Baureihe, ausgestattet mit der patentierten Einschlauch-Peristaltikpumpe (Bild: Bausch+Ströbel)

Kleine, halbautomatische Maschinen für die Kleinchargenproduktion, die in der Regel im Laborbereich zum Einsatz kommen, hat Bausch+Ströbel schon von Anfang an im Programm. Die Besonderheit die diese Maschinen bieten: Hier kommen die gleichen Füll- und Verschließverfahren zum Einsatz wie in Hochleistungsanlagen.

Bausch+Ströbel hat seine „Kleinsten“ komplett überarbeitet und stellt sie erstmals einem breiten Publikum vor. Das Interessanteste am neuen Konzept: Das Maschinendesign ist komplett auf die Erfordernisse eines Einsatzes im Isolator abgestimmt, alle Teile überstehen problemlos die VHP-Sterilisation, Wasserstoffperoxiddampf kann ihnen nichts anhaben. So sind sie eine perfekte Ergänzung zum variablen Produktionssystem VarioSys – ein Isolatorsystem, das mit flexiblen Maschinenmodulen immer wieder neu nach dem Baukastensystem zusammengestellt werden kann.

Die „neuen Kleinen“, mit denen Flaschen, Vials, Karpulen, Spritzen und Teströhrchen verarbeitet werden können, zeichnet nicht nur ihre Eignung für den Einsatz im Isolator aus, sie können auch einiges mehr als ihre Vorgänger. Komplett erneuert wurde das Steuerungssystem. Alle Einstellungen können bequem an einem Touchscreen vorgenommen werden. Hier können auch Parameter wie Geschwindigkeit, Position oder Füllmenge gespeichert und als so genannte Rezepte hinterlegt werden. Alle Bewegungen sind komplett servomotorgesteuert.

Durch eine mögliche Füllnadelbewegung ist auch eine produktschonende Unterspiegelfüllung realisierbar. Neben den Grundmodellen gibt es nun künftig auch Modelle in einer erweiterten Ausführung: diese bieten noch mehr Komfort. So gibt es etwa die Möglichkeit, mit einer Waage 100 % IPC zu integrieren, die Dosierung erfolgt direkt auf der Waage. Die Füllmenge wird während der Produktion automatisch nachjustiert. Chargenprotokolle können gespeichert werden, auch eine Schnittstelle für einen Drucker ist vorhanden.

Das L-Förmige Design ist allen neuen Halbautomaten gemeinsam. Sie sind nicht nur leicht zu reinigen, sondern können auch im Isolator zum Einsatz kommen, da sie den Sterilisationsprozess innerhalb des Isolators problemlos überstehen. Die Bedienung jeder einzelnen Maschine ist auch mit Handschuhen möglich. So ergibt sich eine interessante Kombinationsmöglichkeit mit dem Baukastensystem VarioSys. Hierbei handelt es sich um eine kleine, platzsparende Anlage, die es erlaubt, im Isolator unterschiedlichste Produkte und Chargen zu verarbeiten – und das in schneller Folge dank sehr kurzer Umrüstzeiten.

Das Prinzip dieser neuen Lösung ist denkbar einfach in der Anwendung: Ein spezieller Isolator kann mit verschiedenen Produktionsmodulen kombiniert werden. Das jeweilige Produktionsmodul kann ganz einfach wie ein Arbeitstisch aus dem Isolator herausgefahren und durch ein anderes ersetzt werden kann. Für die sichere und gasdichte Verbindung von Isolator und Produktionsmodul sorgt eine spezielle aufblasbare Dichtung. Eines dieser speziellen Produktionsmodule kann mit unterschiedlichsten Laborgeräten oder Halbautomaten ganz individuell nach Anforderung bestückt werden. Hier finden jeweils zwei Halbautomaten der neuen Serie Platz.

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