Auszeichnung Japanischer Forscher für Arbeiten zur Stringtheorie ausgezeichnet
Der japanische Forscher Hirosi Oogurii wurde am 7. November mit dem „Hamburger Preis für Theoretische Physik“ für seine Arbeiten zur Stringtheorie ausgezeichnet.
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Hamburg – Der „Hamburger Preis für Theoretische Physik“ ist in diesem Jahr erstmals mit einem Preisgeld von 137.036 Euro ausgestattet. Er wird von der Joachim-Herz-Stiftung gemeinsam mit dem Wolfgang-Pauli-Centre sowie dem Hamburg Centre for Ultrafast Imaging verliehen. 100.000 Euro gehen direkt an den Preisträger, 37.036 Euro stehen für ein wissenschaftliches Symposium zur Verfügung, das rund um die Preisverleihung in Hamburg stattfindet. Physiker schreiben die Gesamtsumme von 137.036 Euro auch als 1000 Euro geteilt durch Alpha. Alpha ist die Sommerfeldsche Feinstrukturkonstante, benannt nach dem Doktorvater von Wolfgang Pauli.
Oogurii, der am California Institute of Technology (Caltech) und an der Universität Tokio arbeitet, ist es gelungen, viele physikalische Phänomene mithilfe der Stringtheorie berechenbar zu machen. Mit seiner Forschung über die Quantenmechanik von Schwarzen Löchern knüpft er darüber hinaus an die Forschung des Physikers Stephen Hawking an.
Als Preisträger wird Ooguri zu Lehr- und Forschungsbesuchen nach Hamburg kommen. Neben Diskussionen mit etablierten Wissenschaftlern soll der Hamburger Preis für Theoretische Physik auch den Austausch mit Nachwuchsforschern ermöglichen. Ooguri wird daher auch Seminare für Doktoranden geben.
Die Stringtheorie könnte helfen, die letzten offenen Fragen über die Entstehung des Universums zu klären. Sie gilt als der vielversprechendste Ansatz, um die Elementarteilchenphysik mit der Allgemeinen Relativitätstheorie zu verbinden, die u.a. die Schwerkraft erklärt. Damit könnte die Stringtheorie die Grundlage für eine allumfassende Theorie der Physik liefern.
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